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Versicherung erklärt Reiseirrtümer

Bezüglich E-Card und Kfz-Haftpflichtversicherung ist im Ausland einiges zu beachten.

Die Reisezeit ist auch die Hochsaison für die Versicherungsbranche. Viele Urlauber verfügen über keinen oder nur über einen mangelhaften Versicherungsschutz. Deshalb hat die Wiener Städtische Versicherungsgesellschaft fünf Irrtümer in diesem Bereich zusammengetragen:

1. „Im benachbarten Ausland gilt die E-Card und ich bin ohnehin schnell daheim.“

Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, erläutert das Problem mit der Karte im europäischen Ausland mit der Tatsache, dass„die Leistungen der E-Card an die österreichischen Standardsätze gebunden sind. Die Differenz, die speziell in Urlaubsregionen beachtlich sein kann, ist privat zu erbringen – oder man hat vorgesorgt und kann sich auf eine Reisekrankenversicherung verlassen.“ Denn die E-Card gilt zwar in den EU-Mitglieds- und EWR-Staaten, der Schweiz, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Bosnien-Herzegowina, allerdings nur bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern anerkannt.

2. „Beim Online-Buchen ist die mitangebotene Versicherung die beste Wahl.“

Das stimmt so leider nicht, weil oft das vorgeschlagene Paket viel mehr enthält, als das was man persönlich wirklich an Schutz braucht. Empfehlenswert ist also die Versicherung mit dem persönlichen Bedarf abzustimmen. Allerdings soll auf eines geachtet werden: Wenn eine Reise bereits gebucht ist und man sich erst einige Tage danach entschließt, eine Stornoversicherung abzuschließen, beginnt der Versicherungsschutz erst am elften Tag nach Abschluss der Stornoversicherung!

3. „Kurz vor Abreise kann ich mich nicht mehr versichern.“

Diese Ansicht ist zwar für viele Reiseversicherungen richtig, nur besteht bei einigen Versicherungsgesellschaften die Möglichkeit noch online eine Reiseversicherung abzuschließen. Dafür ist nur wichtig, dass man noch in Österreich weilt.

4. „Solange ich noch nicht im Flugzeug bin, kann ich noch stornieren.“

Bei diesem Irrtum kommt es auf die Definition des Reiseantritts an: Nicht das Betreten des Flugzeugs, sondern bereits das Verlassen der Heimatgemeinde gilt als Zeitpunkt des Reiseantritts. Wenn man jedoch aufgrund plötzlich auftretender Krankheitssymptome die Reise nicht fortsetzen kann, handelt es sich trotz des frühen Zeitpunkts und obwohl man das Flugzeug noch gar nicht betreten hat, um einen Abbruch und kein Storno und nur eine Reiseabbruchversicherung erbringt in dem Fall eine Leistung.

5. „Verursache ich einen Autounfall, zahlt meine Haftpflichtversicherung.“

Bei Autounfällen im Ausland sind zwar die Fremdschäden durch die Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt, auf den Schäden am eigenen PKW bleibt man jedoch sitzen. Erst eine Vollkasko-Versicherung oder eine Kfz-Reisekaskoversicherung bringt in diesem Fall Schutz. Dabei haben Reisekaskoversicherungen den Vorteil, dass auch Einbruchsdiebstähle in Autos oder deren versperrten Dachboxen damit versichert sein.

PA/red/TL

Bildcredit: Stadt Wien