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Friedrich Joussen, TUI Group Vortstandsvorsitzender

TUI fährt Verlust im ersten Quartal ein

 

Trotz steigender Umsatz- und Gästezahlen gab es niedrigere Margen.

Das erste Berichtsquartal im Jahr 2019 – es umfasst die Monate Oktober bis Dezember 2018 – verlief für die TUI Group enttäuschend: Es erhöhte sich zwar der Umsatz um vier Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, aber der Quartalsverlust (angeblich saisontypisch) stieg um fast 28 Prozent auf 139 Millionen Euro. Der operative Verlust (bereinigtes Ebita) war mit 84 Millionen Euro sogar doppelt so hoch als im Jahr zuvor. Die Zahl der Gäste nahm jedoch um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu.

Als Gründe für den Verlust werden paradoxerweise der ungewöhnlich lange, heiße Sommer und starke Buchungen in der Türkei und Nordafrika genannt. Letztere führten laut Unternehmensangaben zur Überkapazität in anderen Destinationen wie den kanarischen Inseln. Dort blieben teilweise die Betten leer. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet TUI-Chef Friedrich Joussen ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau, also knapp 1,2 Milliarden Euro.

Er betone außerdem, dass sich der seit 2014 vorangetriebene Umbau von TUI auszahle,  da 70 Prozent des Ergebnisses werden mit den eigenen Urlaubserlebnissen (eigene Hotelmarken, Kreuzfahrtgesellschaften, Aktivitäten und Services am Urlaubsort) gemacht werden.

Joussen versprühte Optimismus bei der TUI-Hauptversammlung in Hannover: „TUI ist strategisch und operativ gut aufgestellt und die Transformation des Konzerns zum digitalen Plattform-Unternehmen geht weiter voran. Mit Investitionen in Hotels und Schiffe, unserer IT- und Digital-Strategie und dem Zukauf der italienischen Digital-Plattform Musement 2018 sind die Weichen gestellt."

Bildcredit: TUI Group