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Kreuzfahrtindustrie investiert in Umweltschutz

2018 stach als erstes Schiff mit Flüssiggasantrieb die „AIDA Nova“ in See.

Im Jahr 2018 gab es nicht nur eine neue Höchstzahl an Kreuzfahrttouristen, sondern es wurde von den Reedereien auch kräftig in den Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz investiert. Dazu sagt Helge Grammerstorf, National Director vom Verband Cruise Lines International Association (CLIA) Deutschland: „So konnte das erste Kreuzfahrtschiff in Betrieb genommen werden, das ausschließlich mit Flüssiggas (LNG) fährt. 25 weitere Schiffe mit LNG-Antrieb sind bereits bestellt und werden bis 2027 ausgeliefert. Der Anteil an alternativen Treibstoffen in der Branche nimmt beständig zu. Mit Maßnahmen wie diesen wollen die Reedereien den Anteil ihres CO2-Ausstoßes über die gesamte Flotte bis 2030 um 40% gegenüber dem Referenzjahr 2008 senken.“

Außerdem rüsten Reedereien ihre Schiffe nach und nach mit Abgasnachbehandlungssystemen aus. 111 von 253 Dampfer verfügen bereits über eine solche Anlage. Derzeit werden gerade zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks elf Schiffe nachgerüstet, 30 weitere sollen folgen.

Kapazitätssteigerungen am Kreuzfahrtmarkt

Der CLIA präsentierte am 7. März 2019 auf der ITB in Berlin erste Schätzungen, dass 2018 etwa 2,26 Millionen Deutsche Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff machten. Die Gästezahl entspricht einem Wachstum von 3,5 Prozent. 2019 soll es dank neuer Schiffe weitere Zuwächse geben. Im Jahr 2018 haben die Reedereien 18 Hochseekreuzfahrtschiffe in Dienst gestellt. Das schuf zusätzliche Kapazitäten von mehr als 34.000 Betten. Dieses Jahr sollen weitere 25 Dampfer mit rund 43.000 Betten auf den Markt kommen.

Bildcredit: Pixabay