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Kontrollbank beteiligt sich mehrheitlich an ÖHT

Bank Austria und Erste Bank geben ihre Anteile an der Tourismusbank ab.

Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) übernimmt, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, 68,75 Prozent an der auf Tourismusfinanzierungen spezialisierten Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H. (ÖHT). Dafür trennen sich die Bank Austria von ihrem 50 Prozent-Anteil und die Erste Bank von ihrem 18,75 Prozent-Anteil. Die Verträge seien am 11. März 2019 unterzeichnet worden, im zweiten Quartal soll der Kauf abgeschlossen sein, teilte die OeKB in einer Aussendung am 12. März mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Raiffeisen bleibt mit 31,25 Prozent an Bord.

"Die ÖHT ist eine verlässliche Partnerin der österreichischen Tourismuswirtschaft und übernimmt eine wesentliche Rolle in der heimischen Tourismusfinanzierung. Als Spezialbank mit dem klaren Auftrag die österreichische Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zu stärken, ähnelt ihr Geschäftsmodell jenem der OeKB. Die Beteiligung ermöglicht uns das Know-how der beiden Häuser zu bündeln, die Eigentümerstruktur indirekt auf eine breitere Basis zu stellen und so noch mehr Tourismusbetriebe als bisher mit den Förderinstrumenten der ÖHT zu erreichen", erklärte OeKB-Vorstand Helmut Bernkopf in der Aussendung.

Auch das Tourismusministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) als wichtigster Auftraggeber der ÖHT war in den Verkauf eingebunden. "Mein Ressort strebt mit der OeKB eine innovative und verlässliche Partnerschaft bei der Abwicklung der gewerblichen Tourismusförderung und der Entwicklung neuer Förderungsinstrumente an, um die sich bietenden Chancen auch zu realisieren", erklärt sie in der Presseaussendung.

Die ÖHT wickelt als „verlängerter Arm“ des Ministeriums die staatlichen Tourismusförderungen in Österreich ab. Sie wurde 1947 als nationale Anlaufstelle für Förderungen und Finanzierungen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gegründet. Die ÖHT wird ausschließlich im Auftrag der öffentlichen Hand aktiv.

Bildcredit: Pixabay