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Donhauser Bahncatering vor Börsengang

Seit Herbst 2015 beliefert das Unternehmen den größten privaten Bahnbetreiber im Iran.

Der österreichische Gastronom und Caterer Josef Donhauser will sein im Jahr 2015 gestartetes iranisches Bahncatering-Joint-Venture an die Börse Teheran bringen. „Ich nehme an, dass wir das im iranischen Jahr - das endet im März 2020 – tun“, sagte Donhauser der „Presse“. „Wir haben gerade das dritte Jahr positiv bilanziert, was ungewöhnlich ist.“

Die Finanzierung des Bahncatering-Gemeinschaftsunternehmens im Iran sei über „das Ausland aber nicht mehr möglich“. Donhauser will sich nun Kapital über die Börse holen. „Keine Bank traut sich mit den US-Sanktionen, Transaktionen durchzuführen. Um das Wachstum voranzutreiben, brauchen wir andere Quellen“, sagte der Bahncaterer.

Seit Herbst 2015 beliefert Donhauser mit seiner Don-Gruppe den größten privaten Bahnbetreiber im Iran. Donhauser hat dafür mit der Arzesh Afarinan Fadak Company von Mohammad Khalafi ein Joint-Venture gegründet und am Teheraner Hauptbahnhof eine Küche mit Bäckerei und Lebensmittellabor errichtet. Laut Donhauser ist das Gemeinschaftsunternehmen mittlerweile der größte Zugcaterer im Iran.

Seit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen im vergangenen Jahr und besonders seit der Verhängung neuer amerikanischer Sanktionen vor allem gegen den Finanz- und Energiesektor steckt der Iran in einer akuten Wirtschaftskrise. Die Amerikaner hatten den Druck auf die iranische Führung zuletzt noch einmal massiv erhöht, unter anderem mit militärischen Drohungen. Auch Donhauser spürt im Iran die Sanktionen. „Sie treffen das Land sehr hart. Und natürlich auch uns. Wir wachsen, aber haben mit der enormen Inflation zu kämpfen. Alles Wachstum wird vom Wechselkurs zerfressen“, sagte der Caterer der Zeitung.

Donhauser war bis 2012 und ist wieder ab 2018 ÖBB-Caterer. Zu seiner Firmengruppe gehören elf Gastro-und Cateringunternehmen mit 1.500 Mitarbeitern und über 70 Mio. Euro Umsatz.

3.6.2019

APA/Red/DK

Bildcredit: Pixabay