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Masumi Ormandy gibt erstes Konzert in der Wiener Peterskirche

 

Als international gefragte Swing- und Jazzsängerin kennt die Japanerin die Bühnen der Welt. Am 28. April möchte sie die Wiener mit Kirchenliedern und Jazzsongs, begleitet von Otmar Binder am Klavier, begeistern. Die Liebe zur Musik wurde der Tochter eines Dirigenten schon früh in die Wiege gelegt. Doch bis zum ersten Soloalbum lernt die lebensfrohe Masumi zunächst eine Welt ohne Klang- und Tonfarben kennen. Mit 34 eröffnet sie mit ihrem Mann eine internationale Privatschule für Englischschüler und -erwachsene in ihrer Heimatstadt Tokyo. Die Methode ihrer „Pacific Language School“ ist bald weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Mit 50 beginnt sie Bücher zu schreiben und bereist die Welt.

 

Ein aufgehender Stern

Doch der Traum vom Singen bleibt im Herzen. Sie singt im Kitano Jazz Club, einem der angesagtesten Clubs New Yorks und nimmt Gesangsstunden bei der Grammy-nominierten amerikanischen Jazzsängerin Roseanna Vitro. Ihre Auftritte werden bejubelt. Das Publikum liebt sie. Und sie liebt die Menschen. „Ich singe, um andere glücklich zu machen“. Mit 78 bringt Masumi ihr erstes Soloalbum auf den Markt: „Sunshine in Manhattan“. Die Musikszene ist begeistert. Sie interpretiert Songs von „On The Sunny Side Of The Street“ über „Misty“ bis „Autumn Leaves“ und performt mit bekannten Jazzmusikern wie dem Trompeter Freddy Hendrix. Ihre Stimme ist klar, feinfühlig und berührend. „Ein aufgehender Stern aus dem Land der aufgehenden Sonne“, applaudiert die Musikpresse.

 

Golden Lady

Während andere Menschen ihrer Altersklasse teilweise vereinsamt und energielos ihren Lebensabend verbringen, lassen sich Masumis Aktivitäten unter „Lehren und Lernen“ auf den Punkt bringen. Es sind beeindruckende Stationen eines spannenden, ausgefüllten Lebens, die beweisen, dass man in jedem Alter seinen Traum leben kann. 2018 soll ein weiteres mit Popsongs folgen. Interpretationen der legendären Carpenters. „Singen hält mich jung“, erzählt sie. „Ich möchte ein Vorbild für meine Generation sein. Nur weil ich 79 Jahre alt bin, gehöre ich noch lange nicht aufs Abstellgleis. Ich begegne allen mit einem Lächeln, daher stammt wohl auch mein Kosename Sunshine“. Und Lady Sunshine hat einen weiteren Traum: „Wienerlieder zu interpretieren, wäre wundervoll.“

Bildcredit: privat