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Germania Flug AG vollständig in Schweizer Hand

Finanzierung des Flugbetriebs für ein Jahr sichergestellt.

Die Schweizer Fluggesellschaft Germania Flug AG, an der die Anfang Februar in Konkurs gegangene deutsche Fluglinie Germania bisher zu 40 Prozent beteiligt war, hat neue Aktionäre gefunden. Außerdem werde eine Anpassung des Markenauftritts derzeit geprüft.

"Die Germania Flug AG ist seit Mitte Februar zu 100 Prozent in Schweizer Händen", sagte CEO Tobias Somandin auf einer Medienkonferenz am 19. Februar in Zürich. Zu den Details der Transaktion machten die Verantwortlichen keine Angaben. "Dies geschieht auf Wunsch der Aktionäre", so Verwaltungsrat Urs Pelizzoni. "Wir hoffen, zu einem späteren Zeitpunkt genauere Angaben machen zu können."

Dank der gefundenen Lösung sei die Finanzierung des Flugbetriebs nun für ein Jahr sichergestellt, erklärte Somandin auf Nachfrage. Mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), das die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit überprüft, stehe man in engem Kontakt und liefere die geforderten Dokumente pünktlich ab. Auch würden Gespräche mit denjenigen Reiseveranstaltern geführt, die aufgrund der Unsicherheiten keine Flugtickets von Germania mehr verkauft hatten.

Nach der Pleite der deutschen Fluggesellschaft Germania hat die Schweizer Schwestergesellschaft ihren Betrieb aufrechterhalten. Seit Anfang des Monats habe man lediglich drei Flüge gestrichen, um gestrandete Kunden der deutschen Schwester zurückzuholen, sagte der Firmenchef. In Zukunft sollen alle Flüge plangemäß durchgeführt werden und dank dem Leasing von zusätzlichen Flugzeugen werde auch am geplanten Ausbau während der Sommermonate festgehalten.

APA/red

Bildcredit: Germania / Karsten Kießling