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Piloten und Flugbegleiter betroffen

 

Die Austrian Airlines bauen Personal in den Bundesländern ab und wollen dafür ihr Drehkreuz in Wien stärken. Dafür hagelte es deutliche Kritik von Politik, Gewerkschaft und Wirtschaft. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) verlangte von der Airline die Einsparpläne in den Ländern zurückzunehmen. Insgesamt strich die Airline 200 Jobs von Piloten und Flugbegleitern. Allen Beschäftigten außerhalb Wiens wird angeboten, in die Bundeshauptstadt zu wechseln. „Wenn das Liniennetz nur noch von Wien heraus beflogen werde, sei es sinnvoll, wenn die Crews ihren Arbeitsplatz nur noch in Wien hätten“, sagte der neue AUA-Chef Alexis von Hoensbroech am 17. Jänner in einer Pressekonferenz. Außerdem werden die sechs Stützpunkte für Crews in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg aufgelassen. Von der Schließung sind insgesamt mehr als 210-AUA Mitarbeiter betroffen. „Ich vermute, der Auftrag dazu kommt aus Deutschland aus der Lufthansa-Zentrale“, betonte der Vorsitzende der Vida-Gewerkschaft, Roman Hebenstreit in einer Aussendung. Die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft zeigt sich von dem Abzug der Mitarbeiter und Flugzeugen aus den Bundesländerflughäfen empört und warnt vor einer regionalen Arbeitsplatzvernichtung. Oberösterreichs SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer bezeichnete das AUA-Angebot, die Mitarbeiter könnten ja nach Wien übersiedeln, als lebensfremd. Derzeit sind von 83 AUA-Flugzeugen 73 in Wien stationiert.

Indes werden Charterflüge weiter auch aus den Bundesländern angeboten. Die aktuell 122 wöchentlichen Linienflüge nach Deutschland sollen in Zukunft von Lufthansa und Eurowings übernommen werden. Bestandsgarantien gäbe es dafür aber keine. AUA-Boss Hoensbroech dazu: „Vom Begriff der Bestandsgarantie in der Wirtschaft halte ich wenig. Die Strecken werden weiter geflogen weil es gute Strecken sind. Aus Konzernsicht wäre es aber besser, wenn wir sie von der anderen Seite her fliegen“.

Laut Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) sei die Entscheidung der AUA zu akzeptieren. Jedoch sei es „keine Frage, dass dieses Vorgehen der AUA die kleinen Flughäfen vor große Herausforderungen stellt“, so Hofer weiter.

MH

Bildcredit: Austrian Airlines