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USA Sanktionen schaden Kuba-Tourismus

Bildungsreisen in Gruppen und das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen verboten.

Die USA haben neue Sanktionen gegen Kuba verhängt, die der Tourismusbranche des Karibikstaates schaden sollen. Wie das Finanzministerium in Washington am Dienstag mitteilte, wurden US-Bürgern unter anderem Gruppenreisen zu Bildungszwecken nach Kuba verboten. Auch Kreuzfahrtschiffe und Jachten aus den USA dürfen die Insel künftig nicht mehr ansteuern.

US-Bürger dürfen künftig nicht mehr mit Privat- oder Firmenflugzeugen nach Kuba reisen, wie das Außenministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Linienflüge von den USA nach Kuba gibt es weiterhin.

Damit schneidet die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Hauptwege ab, auf denen US-Bürgern in den vergangenen Jahren das Reisen nach Kuba erlaubt war. Finanzminister Steven Mnuchin begründete die Strafmaßnahmen mit der „destabilisierenden“ Rolle, die Kuba in der Region spiele. Er prangerte die kubanische Unterstützung für die linksgerichteten Regierungen in Venezuela und Nicaragua an.

Familienbesuche bleiben unter der Neuregelung erlaubt. Auch Reisen beispielsweise aus journalistischen, akademischen oder humanitären Gründen sind weiterhin gestattet. Mit den neuen Einschränkungen soll nach US-Ministeriumsangaben Kubas Militär, Sicherheitskräften und Geheimdiensten eine Finanzierungsquelle entzogen werden.

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez kritisierte, dass Washington die kubanische Wirtschaft „abwürgen“ und den Lebensstandard der Kubaner senken wolle, um „politische Konzessionen“ zu erzwingen. Die neuen Sanktionen könnten den kommunistisch regierten Staat dutzende Millionen Einnahmen im Jahr kosten. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres waren rund eine Viertelmillion US-Reisende nach Kuba bekommen, das waren fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

05.06.2019

APA/Red/DK

Bildcredit: Pixabay