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Italienische Straße

Strengere Regeln für Autofahrer in Italien

In historischen Stadtzentren, in denen viele Hotels liegen, gelten oft Fahrverbotszonen.

In Italien werden Autofahrer auf Grund neuer Regeln genau kontrolliert, und bei Verstößen zur Kasse gebeten: Besonders aufpassen sollten Touristen, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, bei der Zufahrt zu einem Quartier, wenn es in einem historischen Stadtzentrum liegt. Denn oft wird die Zufahrt nicht möglich sein, weil dort eine „Zona traffico limitato" (ZTL) – eine Fahrverbotszone“ gilt. Denn „beim Befahren ohne entsprechende Sondergenehmigung drohen 80 Euro Strafe, kontrolliert wird häufig durch Bildaufzeichnung", warnt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner.

Weiters müssen ab 1. Juli 2019 Kindersitze in italienischen PKWs mit einem Alarm ausgestattet sein. Der Grund dafür ist der, dass mehrmals Kleinkinder in derartigen Sitzen im Auto „vergessen wurden“. Dies betrifft zwar nicht Urlauber, die mit ihrem österreichischen Wagen unterwegs sind, sehr wohl aber solche, die sich einen Mietwagen in Italien leihen.

Seit Dezember 2018 ist außerdem in Italien ein neues Gesetz in Kraft, das vorschreibt, dass Personen nicht länger als 60 Tage mit einem ausländischen Kennzeichen im Land unterwegs sein dürfen. „Tatsächlich betroffen können Österreicher sein, die ihren Wohnsitz z.B. aus beruflichen Gründen nach Italien verlegen oder Studierende auf Austausch in Italien, die sich das in Österreich gemeldete Fahrzeug der Besucher leihen“, erklärt Pronebner. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschrift droht eine Strafe von mindestens 700 Euro, und die Beschlagnahme des Fahrzeugs.

Pronebner warnt davor, „italienische Strafzettel einfach zu ignorieren. Offene Strafen können zwangsweise eingetrieben werden – und zwar fünf Jahre lang, auch bei der Wiedereinreise.“ Die Zustellung eines Strafbescheids aus dem Ausland darf maximal 360 Tage dauern. Eine Verkehrsstrafe gilt erst nach fünf Jahren als verjährt.

TL

Bildcredit: Pixabay