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Burg Golubac

Festung Golubac renoviert

Finanzielle Mittel der Austrian Development Agency (ADA) halfen bei der Instandsetzung.

Die serbische Burg Golubac, die direkt an der Donau in der Nähe des Nationalparks Đerdap liegt, wurde mit Mitteln der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der EU seit 2014 renoviert. Unter Anwesenheit von Botschafter Sem Fabrizi, Leiter der EU-Delegation in Belgrad, und des österreichischen Botschafters Nikolaus Lutterotti eröffneten EU-Kommissar Johannes Hahn und der serbische Präsident Vučićam 29. März die umgebaute Festung. Sie soll in dieser strukturschwachen Region Europas den Tourismus und die lokale Wirtschaft ankurbeln.

Die mittelalterliche Festungsanlage aus dem 14. Jahrhundert wurde umfangreich renoviert: Neun Türme der aus einer Ober- und einer Unterburg bestehenden Anlage, ein zweistöckiges Palastgebäude und neun Befestigungswälle sind vollständig rekonstruiert worden. Die Bauarbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der serbischen Archäologiebehörde und dem nationalen Denkmalschutz – und führten zu der Entdeckung zahlreicher Fundgegenstände und Bauten aus verschiedenen Epochen, die bis in die Keltenzeit zurückreichen. Dazu zählen unter anderem ein römisches Haus, ein türkischer Hammam, mittelalterliche Waffen und frühmittelalterliche Wandmalereien. Außerdem wurde ein Besucherzentrum mit angeschlossenem Archäologiepark bei der Anlage errichtet.

Für die Besucher sind weiters die Geh- und Radwege beim angrenzenden Donauufer erweitert worden. Zudem gibt es eine eigene Bootsanlegestelle, an der Flusskreuzfahrtschiffe anlegen können. So haben bereits 2018 trotz der Umbauarbeiten 45 Kreuzfahrtschiffe dort Station gemacht. 2019 waren es in den ersten drei Monaten 80 Dampfer.

Martin Ledolter, Geschäftsführer der ADA, meint dazu: „Mit der Rehabilitierung der Festung Golubac unterstützen wir Serbien im strategischen Aufbau von Tourismusstrukturen. Aber wichtiger noch: Wir legen den Grundstein für spürbare und nachhaltige Verbesserungen der Lebensbedingungen für die Menschen vor Ort.“

TL

Bildcredit: ADA/Goran Sivacki