Skip to content. | Skip to navigation

 

Vignetten-Probleme in Österreichs Nachbarstaaten

 

Besonders in den österreichischen Nachbarstaaten Slowenien und Ungarn gibt es laut ÖAMTC immer wieder Probleme mit der Autobahnmaut: In unserem südlichen Nachbarland muss die richtige Kategorie für die Vignette gewählt werden. Diese hat für PKWs bis 3,5 Tonnen und bis zu einer Höhe von 1,30 Metern, gemessen am Mittelpunkt der Vorderachse, die Bezeichnung „2A“. Laut ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner fallen aber viele Vans und Kleintransporter in die teurere Gruppe „2B“. Außerdem muss beachtet werden, dass bei einem Urlaub von Samstag bis Samstag zwei Sieben-Tages-Vignetten oder gleich eine Monatsvignette (kosten beide gleich viel!) gekauft werden muss. Clubmitglieder berichteten nämlich, dass sie wegen Falschklebens nicht nur eine saftige Strafe zahlen mussten, sondern dass sie sogar an der Weiterfahrt gehindert wurden.

In Ungarn gibt es vor allem bei dem Autobahnabschnitt auf der M1 gleich nach der Grenze, also zwischen Hegyeshalom und Nosonmagyaróvár, Probleme mit der dort bereits bestehenden Vignettenpflicht. Es wird dort verstärkt kontrolliert. In unserem östlichen Nachbarland ist eine E-Vignette vorgeschrieben, die man sich am besten vorab online unter www.virpay.huoder bei der ÖAMTC-Grenzstation Nickelsdorf besorgt. Pronebner erklärt in diesem Zusammenhang: „Im Zuge der Bezahlung der E-Vignette in Ungarn kommt es außerdem immer wieder zu Fehlern bei der Eingabe des Kennzeichens oder des Länderkürzels – was ebenfalls Mautnachforderungen zur Folge haben kann." Sie rät daher, die eingegebenen Daten noch vor dem Bezahlvorgang zu prüfen.

In Portugal wird nach gefahrener Strecke die Maut eingehoben. Allerdings ist „bei Anreise mit dem eigenen Fahrzeug - bei Mietwägen ist die Box für die Kreditkartenabbuchung meist schon eingebaut - vor der Einreise eine Registrierung und die Bezahlung der Gebühr im Voraus erforderlich“, erklärt die ÖAMTC-Juristin. Weiters sagt sie: „Nichtbezahlte Nachforderungen können bis zu acht Jahre danach noch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden.“

Bildcredit: DARS d.d.