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Bob Marley auf der Bühne

 

Jamaikanischer Musikstil in UNESCO-Liste aufgenommen

 

Der Musikstil Reggae, der spätestens durch den 1981 verstorbenen Bob Marley weltberühmt wurde, ist jetzt in die UNESCO-Liste des immateriellen Welterbes aufgenommen worden. Er entstand in den 1960er-Jahren unter US-amerikanischen Einflüssen (Soul, Blues, Country und Jazz) aus den unmittelbaren Vorläufern „Mento“, „Ska“ und „Rocksteady“. Am Anfang zählten zu ihren Vertretern vor allem Peter Tosh und Jimmy Cliff. Den ersten Song der neuen Musikrichtung „People funny boy“ schrieb der Jamaikaner Lee „Scratch“ Perry im Jahr 1968.

Auch wenn die Lieder des Reggae Feierlaune verbreiten, geht es um einen tiefgründigen Hintergrund, nämlich um den Kampf um Selbstbestimmung. Dieser wird vor allem von den Rastafaris auf Jamaika geführt. Sie sehen Haile Selassie, den früheren äthiopischen Kaiser, als ihren Messias an. Sie haben etwa 24.000 Anhänger, und leben in strenger Enthaltsamkeit von der Landwirtschaft. Sie fallen in der Öffentlichkeit nur durch ihre Dreadlocks und eben dem Reggae auf. In Kingston kann man eigene Touren in die Musikszene des Landes buchen.

In Jamaika ist auch seit 2015 der Blue & John Crow Mountains Nationalpark als Welterbe anerkannt. Zwei weitere Stätten, nämlich der Seville Heritage Park mit archäologischen Ausgrabungen sämtlicher Besiedelungsepochen der Insel und die Unterwasserruinen der im 17. Jahrhundert bei einem Seebeben fast komplett versunkenen Piratenstadt Port Royal, befinden sich noch auf der Vorschlagsliste der UNESCO.

Bildcredit: Pixabay