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Mit dem Auto im Ausland kann teuer werden

Eine Fahrt ohne Gurt kann in Spanien mit einer Strafe von 200 Euro belangt werden.

Vor dem Urlaubsantritt empfiehlt es sich, sich mit den Verkehrsbestimmungen des Landes, in das man reisen will, vertraut zu machen. Denn in einigen europäischen Ländern werden bereits scheinbar kleine Verstöße mit größeren Geldstrafen geahndet: So kostet laut ÖAMTC-Juristin Julia Pronebner das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts in Spanien 200 Euro und mehr, in Slowenien 120 Euro. Kein Pardon kennt man bei Alkohol am Steuer besonders in unserem östlichen Nachbarland: „Wird man in der Slowakei alkoholisiert von der Polizei angehalten, kann man festgenommen werden – auch ohne einen Unfall verursacht zu haben“, erklärt Pronebner. In anderen Ländern gilt oft die 0,5 Promille-Grenze, deren Überschreitung 500 Euro und mehr kosten kann (in Deutschland, Italien und Spanien).

Das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung führt vor allem in Spanien zu einer Strafe von mindestens 200 Euro. In Frankreich wird dieses Delikt mit mindestens 135 Euro geahndet. Überhöhte Geschwindigkeit kommt in der Schweiz und in Italien besonders teuer. Laut der ÖAMTC-Expertin kostet Falschparken in Spanien bis zu 200 Euro, in Ungarn sogar bis zu 315 Euro. Das Überfahren einer roten Ampel führt in Deutschland zu einem Verstoß von 90 bis 360 Euro, in Slowenien von 300 Euro und in der Schweiz von umgerechnet etwa 220 Euro. Bezüglich Strafen in Italien siehe Faktum-Artikel „Strengere Regeln für Autofahrer in Italien“.

"Generell ist es am effizientesten und billigsten, wenn man die Strafe gleich vor Ort zahlt", sagt Pronebner. In manchen Ländern werden bei rascher Bezahlung erhebliche Rabatte gewährt: So wird z.B. in Spanien bei Bezahlung der Strafe innerhalb von 20 Tagen nur der halbe Betrag fällig. In Italien ist ein Nachlass von 30 Prozent bei Begleichung binnen fünf Tagen ab Zustellung möglich – wird die Strafe hingegen nicht binnen 60 Tagen bezahlt, verdoppelt sich der zu zahlende Betrag.

PA/red/TL

Bildcredit: Pixabay