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Im Sommer lauern Gefahren bei Fernreisen

Ähnlich der FSME ist in Teilen Asiens die japanische Enzephalitis auf dem Vormarsch.

Gerade im Sommer ist in vielen Ländern Asiens die Monsunzeit. Wer also während dem Frühjahr und dem Herbst einen Urlaub vor allem in Indien oder China plant, sollte sich effektiv vor Moskitostichen schützen. Denn gerade in der Nähe von stehenden Gewässern wie Reisfeldern sind die Plagegeister weit verbreitet. Sie können so wie die Zecken bei uns eine Gehirnentzündung, die japanische Enzephalitis, aber auch Malaria, Dengue-Fieber und andere Erkrankungen hervorrufen. Besonders gefährlich ist aber die Enzephalitis, die mit einer gut verträglichen Schutzimpfung bekämpft werden kann.

Weltweit müssen nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 68.000 Personen in Folge einer Enzephalitis-Erkrankung klinisch behandelt werden. Bis zu 20.000 Menschen versterben jährlich daran. Die meisten Fälle von japanischer Enzephalitis mit schwerem Verlauf treten in Indien und China auf. In den letzten Jahren verzeichnete die WHO allerdings einen Anstieg an Erkrankungen inBangladesch, Myanmar, Nepal, Thailand, Vietnam und Indonesien.

Ähnlich wie bei der FSME verlaufen Enzephalitis-Erkrankungen meist mild: Es treten, wenn überhaupt, Fieber und Kopfschmerzen auf. Ungefähr jede 250. Infektion nimmt aber einen schwereren Verlauf: Die Symptome sind hohes Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Desorientierung, Koma, Ohnmachtsanfälle und spastische Lähmungen, die bis zum Tod führen können. Bis zu 30 Prozent all jener mit schweren Symptomen versterben an der Krankheit. Von den Überlebenden leiden 20 bis 30 Prozent in der Folge unter permanenten intellektuellen, Verhaltens- oder neurologischen Problemen wie Lähmungserscheinungen, wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen oder Sprechstörungen.

Zur Vorbeugung empfehlen Experten Reisenden das Tragen von imprägnierten, langen Hosen und langärmeligen Oberteilen in hellen Farben. Nackte Hautstellen soll man, so weit wie möglich, mit Moskitosprays schützen. Außerdem wird das Schlafen unter einem intakten Moskitonetz angeraten.

PA/red/TL

Bildcredit: Pixabay