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Flugreisen erfordern besonders viel Geduld.

 

Diesen Sommer brauchen Flugpassagiere besonders viel Geduld. An Europas Himmel läuft gegenwertig einiges Schief. Dafür sorgen nicht nur ungünstiges Wetter und Streiks, sondern die Airlines müssen auch organisatorische Herausforderungen bewältigen. Bis einschließlich 7. Juni sind von und nach Deutschland bereits mehr als 13.000 Flüge gestrichen und mehr als 3.200 über drei Stunden zu spät ans Ziel gekommen, wie das Passagierrechtsportal EUclaim berichtet. Im Vorjahreszeitraum waren es nur gut 8.400 Annullierungen und gut 2.000 Verspätungen.

 

Airline-Streiks mit Folgen

Bislang wurde das Flugjahr 2018 in Europa von heftigen Streiks gekennzeichnet. Die Mitarbeiter der Air France brachten bereits ihren Chef Jean-Marc Janaillac zum Rücktritt. Die französischen Fluglotsen sorgten mit Streikwellen im März und Mai für tausende Flugausfälle. Allein der Billigflieger Ryanair musste nach eigenen Angaben im Mai rund 1.100 Flüge streichen. Rund 200.000 Passagiere waren betroffen.  

Viele der Airlines sind nach der Air-Berlin-Pleite zudem im Umbau. Die Lufthansa-Tochter Eurowings muss ebenso Flugzeuge und Crews neu aufstellen wie der britische Konkurrent Easyjet. Einen ebenso holprigen Start legte Laudamotion-ebenfalls Teil des Air-Berlin-Nachlasses hin.

Alleine die EUclaim registrierte in fünf Tagen 163 Ausfälle und schwere Verspätungen in der heimischen Luftfahrt. "Wir sehen hier deutliche Wachstumsprobleme, die auch mit bürokratischen Hemmnissen zu tun haben. Die Flugzeuge müssen nicht nur umlackiert, sondern auch bei den Behörden umgemeldet werden-oft über Ländergrenzen hinweg“, erklärt Gerald Wisselvon der Beratungsstelle Airborne.

Bildcredit: Pixabay