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Verband der Fluglinien kürzt Gewinnprognose

IATA: Statt eines Anstiegs des Nettoertrags wird heuer ein Rückgang erwartet.

Die weltweite Luftverkehrsbranche verspürt heuer durch steigende Kosten und eine langsamere Nachfrage kräftigen Gegenwind. War der Weltluftfahrtverband IATA vor sechs Monaten noch von steigenden Gewinnen ausgegangen, nahm er diese Prognose nun um gut ein Fünftel zurück und rechnet mit einem Rückgang von fast 7 Prozent auf 28 Mrd. Dollar (25 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr (30 Mrd. Dollar).

„Das Geschäftsumfeld für die Airlines hat sich angesichts steigender Treibstoffkosten und eines schwächeren Welthandels verschlechtert“, teilte IATA auf seiner 75. Generalversammlung am Sonntag in Seoul mit.

Die Airlines würden 2019 einen Gewinn in Höhe von 28 Mrd. Dollar verbuchen, sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac in seiner Eröffnungsansprache. Im Dezember hatte der Verband noch einen Anstieg auf 35,5 Mrd. Dollar erwartet. Der Nettogewinn im Vorjahr wird auf 30 Mrd. Dollar geschätzt.

Zwar werde die Airline-Industrie das zehnte Jahr in Folge wieder Gewinne verzeichnen, doch sprach der Verband, der auch durch die wachsenden Forderungen nach einer Reduzierung der Emissionen zunehmend unter Druck gerät, von einem Kostenanstieg „in allen Bereichen, inklusive Arbeit, Treibstoff und Infrastruktur“. Die Entwicklung drücke auf die Gewinnspannen.

Der Luftfrachtverkehr werde heuer voraussichtlich überhaupt nicht wachsen, sagte IATA-Chef-Ökonom Brian Pearce. Beim Reiseverkehr dürften die Airlines mit einem Anstieg um fünf Prozent rechnen.

Nach Angaben des Verbands übernimmt Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit dem Abschluss der Generalversammlung am Sonntag den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden bei IATA. Er wird auf diesem Posten Nachfolger von Akbar Al Baker von Quatar Airways.

3.6.2019

APA/Red/DK

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