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Lufthansa im Clinch mit Ryanair

 

Die Fluggesellschaft Laudamotion, die Niki Lauda aus der Konkursmasse von Air-Berlin wieder zurückkaufte (war früher „FlyNiki“), nahm im Frühjahr 2018 ihren Betrieb auf. Sie bringt Urlaubsgäste zu bekannten Ferienzielen am Mittelmeer wie Palma de Mallorca, Ibiza, Malaga, Santorin, Kalamata und Kreta. Die Billigfluglinie hat neunzehn Flugzeuge, wobei neun von der Lufthansa geleast sind.

Am 13. Juli hat die EU-Wettbewerbsbehörde grünes Licht dafür gegeben, dass RyanAir 75 Prozent, also die Mehrheit, bei Laudamotion übernehmen darf.  Schon vorher war das irische Unternehmen der größte Billigfluganbieter Europas. Das ist der Lufthansa offenbar ein Dorn im Auge: Völlig überraschend hat sie jetzt die Verträge für die neun geleasten Maschinen gekündigt. Die Begründung dafür ist, dass Nikis Firma angeblich den Zahlungsverpflichtungen wiederholt nicht nachgekommen ist. Dies stellt der Geschäftsführer von Laudamotion, Andreas Gruber, klar in Abrede. Er sagt wörtlich: „Die Lufthansa bekommt nicht Recht, wir haben alle Leasingraten für die neun Flugzeuge ab Februar gezahlt.“

Der Streit ist schon bei einem Londoner Gericht anhängig. Am Freitag, den 20. Juli soll es bereits den ersten Verhandlungstag geben. Gruber beharrt in diesem Zusammenhang darauf, dass es nur darum geht, einen Rivalen aus dem Markt zu drängen.

Bildcredit: Laudamotion