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Ryanair muss für Personal-Streiks zahlen

 

Ryanair hat sich mit seinen Piloten in Deutschland auf einen Tarifvertrag geeinigt. Doch die Airline weigert sich noch immer, die von den Personal-Streiks betroffenen Passagiere zu entschädigen. Nun schaltete sich die britische Luftverkehrsaufsicht CAA ein und kündigte rechtliche Schritte gegen die irische Billigairline an.

Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals, AirHelp, erklärt die Rechtslage in der Sache: “In diesem Jahr waren hunderttausende Passagiere von ausgefallenen Ryanair-Flügen aufgrund von Streiks des Airline-Personals betroffen. Diese Fluggäste haben Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Gleiches gilt für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel aufgrund der Streiks erst mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen (... )"

Im April diesen Jahres urteilte der Europäische Gerichtshof, dass selbst ein unangekündigter Streik des Airline-Personals die Fluggesellschaften nicht von ihrer Pflicht befreit, Entschädigungen auszahlen zu müssen.

Der rechtmäßige Anspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird. 

 

 

Bildcredit: Pixabay