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Erstes autonomes Flugtaxi vorgestellt

In der Generali-Arena in Wien wurde das neue Gefährt vor Journalisten getestet.

Am 4. April 2019 wurde in der Generali-Arena in Wien zum ersten Mal das autonome Luftfahrzeug „EHang 216“ auf seine Flugtauglichkeit überprüft. Das elektronisch betriebene Vehikel bewegte sich mehrmals mehrere Meter in die Luft, bevor es wieder sicher am Boden landete. Dem realen Flugbetrieb stehen noch regulatorische Hürden im Weg.

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) zeigte sich bei der Präsentation des Flugtaxis überzeugt, dass man definitiv früher autonom fliegen als autonom fahren werde: "Es ist sehr realistisch, dass im Jahr 2025 Lufttaxis in Österreich unterwegs sein werden. Die Entwicklung ist sehr rasant und technisch funktionieren sie bereits hervorragend." Nun muss laut Hofer der Gesetzgeber nachziehen und der Luftraum gestaltet werden. "Gemeinsam mit der europäischen Luftfahrtbehörde ist man auch in Österreich bemüht, möglichst rasch die nötigen rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen", sagte der Verkehrsminister.

Bezüglich einer ersten Teststrecke auf österreichischem Boden war Hofer zuversichtlich, dass bis Jahresende eine Entscheidung getroffen werden kann: "Es wird auch in Österreich getestet werden. Es laufen sehr, sehr viele Gespräche und es gibt viele Interessenten." Hofer könnte sich zunächst einen innerstädtischen Betrieb der autonomen Flugtaxis vorstellen. Eine Ausweitung auf den ländlichen Raum sei jedoch nur eine Frage der Zeit, meinte er.

Der österreichische Luftfahrtkonzern FACC übernahm die Produktion der autonomen Flugtaxis von EHang und entwickelt sie derzeit zur Serienreife. "Wir werden in der zweiten Jahreshälfte die ersten serientauglichen Fluggeräte in Österreich bauen", sagte Robert Machtlinger, Geschäftsführer von FACC. Diese werden nach Asien ausgeliefert, wo bereits mehrere hundert Kunden Bestellungen getätigt haben. Ein Flugtaxi kostet derzeit rund 300.000 Euro. In Asien solle es laut Machtlinger schon in den nächsten zwölf bis 18 Monaten erste Personentransporte geben.

(APA/TL)

Bildcredit: APA/Hans Punz