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Fluggesellschaften erhöhen ab 01. Februar 2019 ihre Gebühren

 

Die Agency Debit Memos (ADM) entstanden 1971 nachdem die Agenturen BSP und ARC gegründet wurden um die finanziellen Transaktionen zwischen Agenturen und Fluggesellschaften abzuwickeln. 2015 gab es von den Airlines laut IATA-Schätzung rund 2,3 Millionen ADM-Transaktionen mit einem Wert von 650 Millionen US-Dollar.

ADMs sind „ein – salopp formuliert – antiquierter Ansatz von Airlines, um zusätzlichen Ertrag zu generieren“ sagt Thomas Willingshofer, BCD Travel.

Die Lufthansa Group kündigte per 1. Februar 2019 an, die Gebühren der ADMs von zehn auf zwanzig Euro zu erhöhen. Eine komplette Vereinheitlichung, ein Schritt den die Lufthansa-Group begrüßt hätte, kommt nur teilweise zu Stande.Die Vereinheitlichung auf eine monatliche Sammel-ADM wird nicht von allen Fluggesellschaften umgesetzt. Lufthansa verschickt eine Sammel-ADM pro Tag, Brussels einmal pro Monat wodurch die Gebühren der Fehlerbehebung drastisch gesenkt wären.

Auch wenn, wie BCD-Manager Thomas Willingshofer festhält, das Thema ADM „aufgrund einer enorm hohen Automatisierungsquote und nachfolgender Qualitätsroutinen“ bei den führenden Geschäftsreiseanbietern „zu einem Nebenschauplatz“ wird, sorgt es trotzdem laufend für heiße Diskussionen: „Wir haben in den letzten Jahren ein ‚Auf und Ab‘ gesehen, mit Zeiten wo es viele nicht gerechtfertigte ADMs gab, und dann wieder Phasen wo das fairer gehandhabt wurde“, so Mondial-Chef Gregor Kadanka. Ein Beispiel: Ein Ticket muss aufgrund zeitlicher Verzögerungen umgebucht werden. Der Tarif des ursprünglichen Tickets erlaubt keine Umbuchung. Daraufhin wird ein teures Oneway-Ticket gebucht. Die Airline kassiert damit doppelt und stellt zusätzlich für den verfallenen Rückflug eine ADM plus Gebühr aus. Gestraft wird dabei der Reisebüro-Vertrieb. Bei online Buchungen fällt keine ADM an. Airlines Bergründen die Einhebung der Gebühren mit dem anfallenden administrativen Aufwand der durch die ADM Administration entsteht. Die künftig von Lufthansa, Brussels und Swiss zusätzlich verlangten höheren Gebühren werden diesen Aufwand nahezu komplett decken, jenen von Austrian – wie bereits bisher – deutlich überkompensieren.

DK

Bildcredit: Pixabay