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Boeing 787

 

Etihad Airways mit Problemen

 

Die Fluglinie Etihad Airways aus Abu Dhabi muss sich von 160 Flugzeugführern trennen. 50 sollen schon dieses Monat gehen. Die Luftfahrtgesellschaft beschäftigt derzeit 2065 Piloten. Sie wollte mit Beteiligungen an europäischen und anderen Unternehmen ihre Marktpäsenz in den jeweiligen Regionen steigern. Dies ging, wie bekannt, beim Kauf von Anteilen an Air Berlin und Alitalia schief. Denn beide Konzerne schlitterten in die Insolvenz. Der Betrieb aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat weiters Beteiligungen an Air Seychelles, Aer Lingus, Air Serbia, Virgin Australia und Jet Airways. Gerade die letztgenannte, aus Indien stammende private Fluglinie macht derzeit Etihad Airways große Probleme. Denn ohne zusätzliche Geldspritzen droht ihr der Konkurs. Sie hat einen Schuldenberg von 1,2 Milliarden Euro angehäuft. Nach letzten Meldungen will Etihad Airways den Betrieb von Jet Airways durch die Aufstockung der Anteile von derzeit 24 Prozent auf 49 Prozent aufrecht erhalten.

Etihad Airways hat im Jahr 2016 zwei Milliarden Dollar Verlust gemacht, und im Jahr 2017 1,5 Milliarden. Dieser Trend soll sich im Jahr 2018 und 2019 fortsetzen. Daher  wurde jetzt auch ein Auftrag über den Ankauf von zehn Flugzeugen der Marke Airbus A 320neo für Air Serbia wieder storniert. Der seit Mitte 2017 agierende Chef hat der Fluglinie einen strikten Sparkurs verordnet. Zwei Managementebenen im Betrieb werden gestrichen.

Bildcredit: Etihad Airways