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"Auf dem österreichischen Markt gibt es grundsätzlich drei verschiedene Arten von Opernreisen“, erklärt Carl Raml von Sabtours: Einfache Packages mit Transferleistung und Ticket, Städtetrips, bei denen ein Opernbesuch optional möglich ist, oder Reisen, bei denen mehrere Opernbesuche auf dem Programm stehen. Auf Letztere ist Raml spezialisiert. „Wir bieten Opernreisen seit über 40 Jahren in Österreich an – zu Beginn noch als ‚Carl-Raml-Reisen‘, erklärt der Sabtours-Marketingleiter. Das Angebot richtet sich an ein versiertes, anspruchsvolles Publikum. „Wir versuchen die Reisen immer nach bestimmten thematischen Aspekten zusammenzustellen“, so Raml. Abhängig ist das auch vom Spielplan der Opernhäuser: „Unsere Gäste wollen nicht nur ein Opernhaus sehen, sondern mehrere“, sagt der Spezialist. Entweder wird die Reise nach Komponisten geplant oder auch nach Destinationen: „Hamburg ist mit der neuen Elbphilharmonie momentan ein Highlight“, weiß Raml. Bei einer Reise in die norddeutsche Hansestadt steht meist auch ein Besuch der nahegelegenen Lübecker Oper auf dem Programm. „Unsere Kunden sind echte Opernlieb- haber, die erwarten sich schon mehr als nur ein Ticket. Wir bieten zum Beispiel Einführungen in die jeweiligen Stücke – entweder vor Ort oder auch schon im Bus, wo jeder Reisende per Kopfhörer nicht nur Informationen, sondern auch Hörbeispiele erhält“, beschreibt Raml das Angebot.

Sabtours hat aber nicht nur bekannte Opernhäuser wie die Mailänder Scala oder das Teatro La Fenice in Venedig im Angebot, sondern auch viele kleinere Häuser: „Zagreb, Rijeka, aber auch Laibach haben eine lange Operntradition und bieten sehr anspruchsvolle Programme“, sagt Raml. Auch Opernfestivals seien sehr gefragt, darunter so „exotische“ wie das finnische Festival „Savonlinna“, das alljährlich im Sommer im Hof der mittelalterlichen Burg Olavinlinna stattfindet.

Das Klientel der Opernreisen sind meist begüterte Menschen ab 50. „Kultur ist recht teuer geworden“, meint Raml, das könne sich nicht jeder leisten. Aber obwohl Opernreisen nach wie vor ein „Nischenprodukt“ sind, ist es nach Ramls Ansicht wichtig, diese zu bedienen: „Ein mittelständisches Reiseunternehmen kann heutzutage nur überleben, wenn es sich spezialisiert.“

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie im FaktuM 5/2018

Bildcredit: Pixabay