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Die Chronik der Laudamotion: Scheitern. Zuschlagen. Bäumchen wechsle dich. Und – wie Niki Lauda am Ende wieder einmal abräumt.

 

Man könnte mit dieser Chronik schon Ende der 1970er-Jahre beginnen, als Niki Lauda als mehrfacher Formel 1-Weltmeister seine eigene Fluggesellschaft Lauda Air gründete. Oder in den 90ern, als sich die Lufthansa an der Lauda Air beteiligte. Oder 2002, als schließlich die Austrian Airlines Laudas finanziell schwer angeschlagene Fluggesellschaft vollständig übernahm und so vor dem Konkurs rettete. Oder mit der Gründung der nächsten Lauda-Airline Niki im Jahr 2003. Oder mit der schrittweisen Übernahme von Niki durch Air Berlin. Oder mit Laudas Übernahme der Business-Charter-Airline Amira Air im Jänner 2016, die er schließlich in Laudamotion umbenannte. Man könnte mit Leichtigkeit ein ganzes Heft mit Laudas wechselhafter Historie als Luftfahrtunternehmer füllen, mit der Chronik seiner Gründungen und der klug getimten Verkäufe seiner Beteiligungen.

 

September 2017

Eine andere mögliche Timeline beginnt Mitte September 2017. Die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hatte im Vormonat Insolvenz angemeldet, nachdem ihr größter Anteilseigner Etihad Airways den Geldhahn zudrehte. Air Berlin war 2004 bei Laudas zweiter Airline-Gründung Niki eingestiegen und hat in der Folge ihre Anteile kontinuierlich vergrößert. Bei Niki blieb von Lauda nur der Vorname, als er im Jänner 2013 aus dem Verwaltungsrat von Air Berlin ausschied und somit seine letzte operative Position im Unternehmen aufgab. Im September 2017 war er aber wieder zurück im Geschäft, als der Bieterwettstreit um Air Berlin losging. Lauda schmiedete eine Allianz mit dem britischen Reisekonzern Thomas Cook und dessen Airline-Tochter Condor. Zusammen stellten sie 100 Millionen Euro auf, um Flieger sowie Start- und Landerechte der Air Berlin zu übernehmen.

 

2. Oktober 2017

Am 12. Oktober dann die Entscheidung: Lauda ging leer aus. Die Lufthansa sicherte sich für rund 210 Millionen Euro den Großteil der Air Berlin. Verhandlungen mit der Billig-airline EasyJet zogen sich noch ein paar Wochen, Ende Oktober konnte aber auch ein kleinerer Deal mit der britischen Fluggesellschaft besiegelt werden.

 

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Autor: Rainer Kienböck

Bildcredit: Laudamotion