Skip to content. | Skip to navigation

Der Wettbewerb um einstige Kunden der Air Berlin könnte im Sommer einen ersten Höhepunkt erreichen – wenn den Passagieren günstige Preise nur so um die Ohren fliegen.

 

Der monetäre Tank konnte nicht mehr befüllt werden. Am 27. Oktober 2017 startete zum letzten Mal eine Maschine, dann war Air Berlin nach 39 Jahren endgültig Geschichte. Starke ökonomische Turbulenzen sorgten trotz intensiver Bemühungen für rote Ampeln im Unternehmen. Statt eines neuen Höhenfluges folgte die Insolvenz. Das legendäre Schokoherz mit einer Auflage von 15 Millionen Stück pro Jahr, eine Aufmerksamkeit für Passagiere, begann in der großen Hitze des Wettbewerbes endgültig zu schmelzen.

Der weitere Lauf der Dinge dürfte allen Ex-Managern jenes Carriers stark unter die Haut gegangen sein: Jetzt gehören große Teile des ehemaligen Mitbewerbers der Lufthansa. Was seither bei vielen Beobachtern und Konkurrenten Sorgenfalten entstehen lässt. Längst gibt es Befürchtungen hinsichtlich einer Marktdominanz der Kranich-Linie bis hin zum Quasi-Monopol auf gewissen Strecken. Ob sich die Branche warm anziehen muss, bleibt offen. Entschieden ist der Kampf um Ex-Kunden der Air Berlin längst nicht.

Die Ausgangsbasis birgt in jedem Fall genug Zündstoff. So mancher Passagier dürfte schon die Luft angehalten haben angesichts des Ticket-Steigflugs: Für innerdeutsche Reisen verlangte die Lufthansa im November mehr Geld als vor der Air Berlin-Übernahme. Die Preise für Flüge an Werktagen legten um 26,14 Prozent zu. Am Wochenende wurden durchschnittlich um 38,87 Prozent mehr fällig als im Vormonat, ermittelte das Verbraucherforum mydealz.

Ändern dürfte sich das Szenario nur langsam, trotz der Ankündigung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Richtung stabiler Tarife. Verbraucherschützer und Politiker werden mit ihrer Kritik ebenfalls wenig bewirken, denn das Spiel folgt klaren Regeln. „Der Passagier muss auf einigen Strecken eben nehmen, was noch vorhanden ist. Wo Air Berlin draußen ist und nur Lufthansa übrig bleibt, kann der Gast bestenfalls auf die Bahn oder sein Auto ausweichen. Geschäftsreisende müssen hingegen beim Monopolisten buchen“, unterstreicht Luftfahrtexperte Cord ­Schellenberg.

 

Die vollständige Story lesen Sie in der aktuellen FaktuM Print-Ausgabe!

 

Autor: Christian Prenger

 

Bildcredit: Air Berlin