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Wie und wo die Österreicher ihre schönsten Tage verbringen.

 

Dass die heimische Bevölkerung Urlaubsreisen im Sommer liebt, beweist die Statistik. So stieg nämlich die Anzahl der Sommerurlaubsreisen in den vergangenen zehn Jahren um ein Sechstel an. Als kleines Beispiel: Im Sommer 2008 (Juli bis September) unternahm die in Österreich beheimatete Bevölkerung ab 15 Jahren 6,1 Millionen Urlaubsreisen, im Sommer 2017 waren es bereits 7,2 Mio. (+16,9%).

Besonders beliebt sind dabei Kurzurlaubsreisen mit einer bis drei Nächtigungen. Sie wuchsen im Zehnjahresvergleich gleich um
22,4 %, während jene mit vier oder mehr Nächtigungen nur um 13,8 % zunahmen. Und vor allem eines ist unübersehbar: Die überwiegende Mehrheit der Sommerreisen fand in den Monaten Juli und August statt. Nämlich sage und schreibe 76,4%.

 

Inland oder Ausland – das ist hier die Frage

Die Anzahl der Österreicher, die den Urlaub in ihrer Heimat verbringen, ist rückläufig. Im Sommer 2017 konsumierten die Österreicherinnen und Österreicher 43,7% der Urlaubsreisen im Inland, was gegenüber 2008 einen Rückgang um 4,4 Prozentpunkte bedeutete. Das betrifft jedoch nicht die Kurzurlaubsreisen im Inland, die legten nämlich deutlich zu.

Die beliebtesten Auslandsdestinationen der Österreicherinnen und Österreicher waren auch im Sommer 2017 Italien (Anteil an allen Auslandsreisen: 22,5%), Kroatien (18,2%) und Deutschland (11,6%). Darüber hinaus waren Reiseziele in Griechenland (6,7%) und Spanien (5,3%) gefragt. Fernreisen boomten im Sommer hingegen eher nicht.

 

Ab in den Urlaub

Am liebsten verbrachten die Österreicher ihren Urlaub am Strand. Dicht gefolgt von Erholungsurlauben. Knapp dahinter folgten im Sommer 2017 Aktivurlaube, während die Besuche von Verwandten oder Freunden etwas abgenommen hatten. An dritter Stelle in der Beliebtheit lagen Kultur- und Besichtigungsaufenthalte bzw. Städtereisen.

Um zur Lieblingsdestination zu gelangen, gibt es viele Arten. Das beliebteste Verkehrsmittel ist bei den Österreichern nach wie vor das Auto. So wurden im Jahr 2017 zwei Drittel der Sommerurlaubsreisen (66,1%) mit dem Pkw unternommen. Flugreisen wiesen dagegen im Vergleich zu 2008 (19,2%) einen leichten Rückgang auf (2017: 17,8%), während Bahn- oder Busreisen stagnierten (2008: 13,8%; 2017: 13,5%).

 

Online boomt

Suchte man noch vor einigen Jahren fast immer das Reisebüro auf, wenn man seinen Urlaub buchen wollte, wird heutzutage die Organisation der Urlaubsreisen größtenteils privat erledigt. Auf die Beratung im Reisebüro wird immer öfter verzichtet. So wurden im Sommer 2017 70,6% der Urlaubsreisen online gebucht, wobei 59,1% Auslandsreisen waren. Allerdings scheint in puncto Buchungsgewohnheiten ein leichter Schimmer am Horizont für die Reisebürobranche aufzutauchen, denn die Buchungen via Reisebüro bzw. Reiseveranstalter nehmen wieder langsam zu.

Bildcredit: Adobe Stock