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Die Gerüchte sind zu Fakten geworden: Anfang März gaben Austrian Airlines bekannt, dass die Flüge Wien-Altenrhein mit 31.3.2013 aus dem Programm genommen werden. Die Strecke sei „wirtschaftlich ohne Zukunft“, so Karsten Benz, COO der AUA. Man habe damit zuletzt jährlich Verluste in Höhe mehrerer Millionen Euro gemacht. Die frei werdenden Kapazitäten will man künftig auf Ost-West-Verbindungen (etwa Nizza und Florenz) einsetzen.
Die AUA streicht also im Ländle die Segel. Kommt da bei der People’s Viennaline, dem bisherigen Konkurrenten auf der Strecke Wien-Altenrhein, Freude auf? „Freude ist nicht das richtige Wort“, meint Armin Unternährer, Chef des Regional-Carriers und des People’s Airport in Personalunion, auf FaktuM-Anfrage. Er sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
„Aus Sicht der Airline ist der Weggang der AUA natürlich gut für uns. Hier werden wir definitiv profitieren, denn ein Großteil der Passagiere, die bisher mit Austrian geflogen sind, wird nun mit uns fliegen“, so Unternährer. „Aus Sicht des Flughafens allerdings ist das gar nicht gut.“ Immerhin war Austrian Airlines mit bis zu drei täglichen Rotationen präsent; da gehe es um große Beträge. „Insofern bin ich als Chef von beidem im Zwiespalt.“ Für ihn gilt es nun, die von der AUA am Airport hinterlassene Lücke zu füllen. Wie genau, sei aber zum jetzigen Zeitpunkt „noch nicht spruchreif“.
Eindeutig lachenden Auges sieht man das AUA-W.O. dagegen bei der InterSky: Der Bodensee-Carrier musste sich zurückziehen; drei Anbieter von Vorarlberg nach Wien waren einfach zu viel. „Wir sind selbst überrascht von der derzeitigen Entwicklung“, sagt GF Peter Oncken. „Aber wir haben immer gesagt, dass Friedrichshafen eine interessante Strecke ist und wir zurückgehen würden.“ Man beobachte derzeit die Lage – und scheint noch misstrauisch zu sein, ob sich die AUA wirklich zurückzieht. Derweil kann man sich um ­andere Probleme kümmern: Die InterSky hat mit drei neuen Zielen im Sommer bereits alle Maschinen ausgelastet und bräuchte für eine Rückkehr ins Ländle zusätzliches Gerät. „Aber wenn die Entwicklung positiv verläuft, möchten wir die Strecke in den nächsten Monaten wieder aufnehmen“, so Oncken.


Foto © InterSky<br>