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Die Flughafen-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner

 

Er hat sich zu dem großen Drehkreuz im West-Ost-Airline-Geschäft entwickelt. Mit einem Jahresumsatz von 568,6 Mio. Euro und 125 Mio. Euro Gewinn. Dass sich beide Vorstände für ein Interview Zeit nahmen, ist eine seltene Ehre. Freilich gab’s bei dem Gespräch auch eine Überraschung von unserer Seite.

 

Donnerstag, 16. November, 17 Uhr. Ein eisigkalter Abend. Es ist stockdunkel. Die Chefsekretärin hat mir geraten, in welchem Parkhaus ich meinen MINI abstellen soll. Die Eingangskontrollen sind heftig. Ohne Ausweis abgeben und genaues Nachfragen kommst du in den Glaspalast nicht hinein. Oberster Stock. Lange Flure. Kalte Atmosphäre. Alles abgedunkelt. Die Chefsekretärin begrüßt mich freundlich. Warum alles im Finsteren liege, will ich wissen. „Das will der Vorstand so“, sagt sie. „Wir sparen Energie.“ Klasse.

Julian Jäger ist zuerst da, Günther Ofner stößt etwas später dazu. Beide sind unheimlich locker, aus den angepeilten 30 Minuten wird eine gute Stunde. Man sieht, dass es ihnen Spaß macht, mit jemanden, der sein journalistisches Handwerk gelernt hat, zu plaudern. Pressechef Peter Kleemann begleitet das Gespräch. Er soll später mein Retter werden.

Als alles im Kasten ist, packe ich mein Philips CLSS-Tonband, das beste Digital Pocket Memo der Welt, sorgfältig ein. Dass ja die Chipkarte nicht verloren geht. Am nächsten Tag fliege ich nach Frankreich, die Chefredaktion hat das Memo-Gerät bekommen. 10 Tage später: Der totale Horror bricht aus. Das Philips-Gerät liegt in der Chefredaktion. Freilich ohne Chipkarte. Die ist verschwunden. Und bleibt es auch. Kleemann danken wir es, dass er nach meinen Fragen das gesamte Interview perfekt nachgeschrieben hat. Jedes Unternehmen, das einen solchen Pressesprecher hat, kann man nur über die Maßen loben. Und ich darf mich bedanken: Dafür, dass ein Problem gelöst wurde, das ich in 42 Jahren als Zeitungsverleger noch niemals hatte. Oh ja, einmal: Da hat mir der Visa-General sein Tonband geborgt und das hat nicht funktioniert. War also seine Schuld. Damals habe ich das Interview aus dem Gedächtnis geschrieben. Helmuth Nahlik hat das sehr getaugt.

Doch diesmal war einfach zwischen dem Gespräch und dem Verschwindibus der Chipkarte schon zu viel Zeit verstrichen. Mein Kurzzeit-Gedächtnis hatte viele Passagen gelöscht. Merke: Es gibt nichts Schöneres, als wenn der einen Pressechef hat, der sein Handwerk kann. Und ich sage: Vergelt’s Gott. Auch den beiden Vorständen ein herzliches Dankeschön dafür, dass sie bei dieser unerwarteten Entwicklung unseres Interviews so freundlich mitgespielt haben …

 

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Autor: Christian W. Mucha

 

 

Bildcredit: Flughafen Wien AG