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Geschäftsreisen sind ein lukratives Geschäftsmodell. Nicht nur für die acht Millionen Passagiere, die laut Wilfried Kropp, Vorstandsmitglied der Österreichischen Vereinigung von den wichtigsten Anbietern Österreichs für Geschäftsreisen* offeriert werden. Sondern auch für Daten-Kriminelle. Die Cyber-Gangster nutzen die Gutgläubigkeit von uns allen aus. Und unsere Sorglosigkeit. Und unsere Naivität. Da genügt oft schon ein Blick oder ein schnell geschossenes Handyfoto von einem offenen Laptop. Um beim einfachsten Spionage-Ansatz zu beginnen. Was dagegen hilft: Witzigerweise eine Blickschutzfolie. Sollte die Standard-Ausrüstung von jedem Business-Reisenden sein.

Reisen in Krisengebiete, in denen politische Unruhen, Überfälle oder sogar Entführungen drohen, sind verständlicherweise unbeliebt. Lassen sich aber auch im Zeitalter der Videokonferenzen und des Skype-Hypes nicht vermeiden. Denn der persönliche Kontakt gibt allzu oft den Ausschlag über das Zustandekommen eines Geschäfts.

Doch Gefahren lauern überall, auch in vermeintlich sicheren Gefilden. Das Risiko eines bewaffneten Überfalls nehmen die meisten Gangster gar nicht mehr in Kauf. Weil sich mit Datendiebstahl viel einfacher Geld machen lässt.

Das freie WLAN am Flughafen oder im Hotel ist verlockend. Und ebenso gefährlich. Weil es ein leichtes Einfallstor für Hacker bietet. Die Trojaner und Keylogger einschleusen und so ganz leicht Firmengeheimnisse ausspähen können. Für die viel Geld bezahlt wird. Es gibt einen Schwarzmarkt für solche Informationen. Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Oder noch einfacher: Der betroffene Rechner wird mit Ransomware lahmgelegt, um ein fettes Lösegeld zu erpressen. Sogar ein ganzes Firmennetzwerk kann auf diese Art kontaminiert werden. Und wenn das an die Öffentlichkeit gerät, folgt als schlimmste Konsequenz der Reputationsverlust.

Die Cyber-Gangster sind professionell organisiert. Ihre Hauptzielpersonen sind logischerweise nicht die kleinen Angestellten, sondern die großen Fische. Die Manager und Finanzchefs der Konzerne. Doch auch mittelständische und kleinere Firmen sind heutzutage nicht mehr sicher.

Oft helfen gegen Datendiebstahl und Malware-Verseuchung ganz einfache Vorsichtsmaßnahmen. Die man aber erstmal kennen muss. Mitarbeiterschulungen und interne Regeln können schon viel bringen. Zum Beispiel ist vielen gar nicht bewusst, was für ein Risiko die Nutzung einer offenen WLAN-Verbindung bedeutet. Auch unsere vielgeliebten Smartphones sind gefährlich. Denn die sind meist noch schlechter gesichert als Laptops und Tablets.
In unserer diesmaligen großen Coverstory über Cyber-Kriminalität und andere Bedrohungen auf Geschäftsreisen analysiert
FaktuM die Risiken, Gefahren, Probleme, zeigt die Gefahrenzonen und warnt vor Leichtgläubigkeit, Schlamperei und Naivität. Wir haben die Experten gefragt und liefern Ihnen Tipps, wie Sie sicher unterwegs sind. Von besagter Sichtschutzfolie bis zum Virtual Private Network. Ein absolutes Lese-Muss. Womit ich mich für ein wunderbares Jahr der Zusammenarbeit mit Ihnen, liebe Freunde aus der Branche, herz- lichst bedanke und Ihnen alles nur erdenklich Gute für 2019 wünsche.

Herzlichst Ihr

Christian W. Mucha Herausgeber

 

Verkehrsbüro Business Services, Busi- ness Travel Unlimited, BCD Travel, Carlson Wagonlit Travel, FCM Travel Solutions, Herburger Business Travel, Reisebüro Zuklin, Gärtner Reisen, Mon- dial Business Travel und STA Travel

Bildcredit: Privat