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Beim aufgeflammten „Arbeitskampf“ haben die Heuchler Saison.

 

Im verständlichen Wunsch gewisser Kreise hierzulande, die Regierung auszuhebeln, anzupatzen oder niederzustreiken, wird ein wesentlicher Punkt gerne verschwiegen: Wer zwölf Stunden arbeitet, der macht das freiwillig. Denn ohne seine Zustimmung kann niemand dazu gezwungen werden. Mit der 12-Stunden-Regelung hat die Regierung ihren Gegnern – um es im Fußball-Jargon zu sagen – einen Ideal-Pass zugespielt.

Die Gegner von Kurz und Co. greifen jetzt ganz tief in die Schublade und packen jene grindigen Methoden aus, die immer dann angewendet werden, wenn man jene, die an der Macht sind, schnell los werden will: Das widerwärtige Spiel funktioniert blendend seit Jahrtausenden: Es heißt: Schüre Unruhe, wiegle die Arbeiterklasse auf und destabilisiere das Land.

In unserer Tourismuswirtschaft funktioniert das am besten, wenn just zu Ferienbeginn bei den Bundesbahnen gestreikt wird. Dabei betrifft die die 12-Stunden-Regelung am wenigsten. Und wenn danach weitere öffentliche Verkehrsmittel in Streik treten, auf den Flughäfen gestreikt wird, Demonstrationen den (Reise)-Verkehr blockieren, dann kocht die Volks-Seele vollends über. Dann macht sich Unruhe breit im Land. Und all das funktioniert natürlich in der Hauptreisezeit (wo man unserem Tourismus am effizientesten schaden kann) doppelt so gut wie Ende Oktober. 

Doch bei der Regierungsmaßnahme geht es nicht um die Wiedereinführung der Leibeigenschaft, des Frondienstes oder um das Durchpeitschen der 60-Stunden-Woche, sondern es geht um die Legalisierung von sinnvollen Regelungen für Produktions- und Arbeitsabläufe. So wird die 12-Stunden-Regelung in meinem Verlag seit über 40 Jahren höchst erfolgreich und effizient in den Produktionswochen unserer Medien praktiziert. Was freilich jahrzehntelang gesetzeswidrig (!) war. Und doch durchgezogen wurde. Weil’s nicht anders ging. Mit dem vollen Rückhalt der Mitarbeiter. Die dafür zusätzliche Freitage, mehr Urlaub, Prämien oder Kurzarbeit an Ausgleichstagen erhalten haben. Und die Verständnis für diese Maßnahme hatten, weil unsere Mannschaft aus einem Team besteht, das mitdenkt. Weil da keine Justament-Streik-Sozialtotjammerer agieren, sondern Menschen, die an unserem Betrieb und an unserem Erfolg proaktiv teilnehmen. 

So wir mir geht es Tausenden Unternehmern hierzulande: In der Industrie, im Handel, im Gewerbe, in der Gastronomie, im Dienstleistungs-Geschäft und vor allem im Tourismus werden zigtausende Deals unter der Hand mit den Angestellten vereinbart, die so gar nicht getroffen hätten werden dürfen. Wenn es nach den Buchstaben des Gesetzes geht. 

Also bitte ich jeden Unternehmer im Tourismus, aus seiner Alltagspraxis zu erzählen. Und seine Mitarbeiter vor den Vorhang zu bitten. 

Hierzulande wird viel getrickst: mit Verlogenheit, mit Feigheit und mit Faktenverdrehung. Doch wer die Realität als Unternehmer kennt, wer als Mitarbeiter kooperativ in einer Firma arbeitet, der kann nur den Kopf schütteln, wie hier auf der Basis verdrehter Fakten und Unterstellungen ein Polit-Schauspiel abgezogen wird und – zum Schaden unserer Wirtschaft – diese Causa hochgespielt wird. Es ist ein erbärmliches Schauspiel, dessen Kern-Gedanke nur aus Schlechtmachen besteht. Lassen Sie sich nicht destabilisieren. Eine erfolgreiche Saison wünscht Ihnen 

Ihr

 

Christian W. Mucha

Herausgeber

 

P.S.: Gratulation allen Siegern im diesjährigen FaktuM-Ranking. Wie groß dessen Bedeutung ist, zeigen die Reaktionen der Betroffenen/Gekürten/Gerankten in den sozialen Netzwerken. Die Zeiten, wo jemand aus voller Brust ätzen konnte: „Das Ranking im FaktuM – ist mir wurscht. Das les ich nicht!“ sind – Facebook, Twitter und Co. sei Dank – ein für alle Mal vorbei. Dass sich trotzdem außer FaktuM kein einziges Branchen-Medium hierzulande traut, mit einer Spitzen-Jury Jahresnoten zu vergeben, untermauert die einmalige Marktposition von FaktuM ...                  Der Obige.