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Dänische Billigfluglinie stellte Betrieb ein.

 

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Ultra-low-Cost Carriers Primera Air, zeichneten sich schon seit langem ab. Firmeninterne Emails, die diversen Online-Plattformen zugespielt worden waren, legten den Schluss nahe, dass der Fortbestand des Unternehmens auf der Kippe steht. Am Montag, dem 1. Oktober 2018, gab Primera Air Flugdirektor Anders Ludvigsson bekannt, dass Konkurs angemeldet werden muss. Ab Mitternacht wurden alle Flüge der dänischen Airline (dazu zählen Primera Air Nordic und Primera Air Scandinavia) gestrichen.

In einem weiteren Email, das FaktuM vorliegt, gesteht Ludvigsson „mehrere Gründe“ ein, warum es zum finanziellen Kollaps des Unternehmens kam. Besonders hebt er hohe Kosten für die Beseitigung von Korrosionsschäden an der bestehenden Flotte sowie Lieferverzögerungen neuer Airbus-Maschinen hervor. Bei einem Mitarbeiter-Meeting in Riga betonte Ludvigsson am Montag, dass das Management alles versucht habe, Überbrückungskredite zu bekommen, die Verhandlungen mit den Banken aber gescheitert seien.

Die 2003 unter dem Namen JetX gegründete Primera Air hat in der internationalen Luftfahrtbranche erst im Jahr 2017 für Aufsehen gesorgt, als Transatlantikflüge vom New Yorker Flughafen Newark zu verschiedenen europäischen Destinationen um 99 US-Dollar (rund 85 Euro) angeboten wurden.

Über die Höhe der Verbindlichkeiten der bankrotten Fluglinie liegen derzeit keine Informationen vor.

Airbus will auf Anfrage "keinen Kommentar zu den Geschäften unserer Kunden" abgeben.

Bildcredit: www.primeraair.com