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Österreichische Unternehmen geben 3,2 Milliarden Euro für Geschäftsreisen aus.

Geschäftsreisen gehören für viele zum beruflichen Alltag. Dennoch wird dieser Sektor – im Vergleich dazu, was er leistet – oft wenig beachtet. Um die wirtschaftliche Bedeutung der Branche hervorzukehren, hat die Austrian Business Travel Association (abta) jetzt gemeinsam mit der Statistik Austria und dem Institute for Service Marketing and Tourism an der WU Wien eine Studie zum Thema Business Travel erarbeitet. „Mit diesen neuen Zahlen wird es sowohl den Unternehmen als auch unseren Partnern im Reisemarkt möglich sein, ihre Position im Markt zu bestimmen und Vergleiche herzustellen“, so abta-Präsident Hanno Kirsch.
Das Ergebnis der Untersuchung: Im Berichtsjahr wurden von Geschäftsreisenden 13 Millionen Hotelnächte gebucht und für 900 Millionen Euro Flugtickets gekauft. Insgesamt wurden 8,5 Millionen Geschäftsreisen abgewickelt. Mit Durchschnittskosten von 145 Euro pro Reisetag geben Unternehmen 3,2 Milliarden Euro für Geschäftsreisen aus.

Projektleiter Wilfried Kropp sieht diese Zahlen sogar eher als Untergrenze: „Wir arbeiten daran, speziell das Volumen der Vielreisenden zu ermitteln, die durch die Befragung durch die Statistik Austria nur unvollständig erfasst wurden.“ Auch die internen Organisationskosten der Unternehmen sollen noch näher beleuchtet werden.

Trend-Lese

Anders als früher angenommen haben sich Geschäftsreisen von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung entkoppelt. Während das österreichische Brutto-Inlandsprodukt von 2001 bis 2015 um 54 Prozent angestiegen ist, hat die Zahl der mehrtägigen Geschäftsreisen um 3,8 Prozent abgenommen. Diese Entwicklung hat sich im Berichtsjahr fortgesetzt: Trotz robuster Konjunktur sind die Geschäftsreisen 2015 um 7,8 Prozent zurückgegangen.
Auffällig ist vor allem die negative Entwicklung im Flugverkehr (-15,5 Prozent). Geschäftsreisen mit dem Auto sind dagegen nur um 1 Prozent gesunken. Insgesamt wurden 4,2 Millionen Fahrten mit dem Auto unternommen. Mit der Bahn fuhren 1,4 Millionen Geschäftsreisende.

17.02.2017 / red
Bildcredit: Fotolia/visivasnc