Skip to content. | Skip to navigation

 

OLG Wien verbietet umstrittene Zustellgebühren von Ö-Ticket.

 

Wer öfters mal Konzert- oder Veranstaltungstickets über Ö-Ticket bucht, kennt sie bestimmt: die Zusatzgebühren für die Zustellung des gebuchten Tickets. Nicht nur, wenn man sich das Ticket mit der Post zuschicken ließ, sondern auch wenn man sich das PDF zuhause selbst ausdrucken wollte, oder sich den Code der Eintrittskarte auf das Mobiltelefon schicken ließ wurden Gebühren fällig (in beiden Fällen 2,50 Euro). Sogar die Selbstabholung bei einer Ö-Ticket-Verkaufsstelle wurde mit 1,90 Euro in Rechnung gestellt.

Damit soll nun Schluss sein. Nach einer Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag des Sozialministeriums gegen Ö-Ticket-Betreiber CTS Eventim Austria entschied das Oberlandesgericht (OLG) Wien, dass diese Gebühren „gröblich benachteiligend“ für die Käufer der Karten sind. Sowohl die Gebühren für print@home, als auch das Entgelt für die Zusendung aufs Handy, die Hinterlegung an der Abendkassa sowie für die Selbstabholung in Libro-Filialen und Ö-Ticket-Verkaufsstellen wurde verboten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In seiner Begründung hob das OLG Wien hervor, dass das Zusatzentgelt von Ö-Ticket nicht nur als Ausnahme verrechnet wird, sondern als Regelfall. Die Kunden werden daran gehindert ohne Zusatzkosten an ihre Tickets zu gelangen, weil von Ö-Ticket keine entsprechenden Zustellmöglichkeiten angeboten werden.

Die Entscheidung des OLG wird nicht nur Konzertbesucher erfreuen, sondern auch Veranstalter, deren Ticketpreise nun nicht mehr durch die Gebühren des Ticketvermittlers zusätzlich verteuert werden.

Bildcredit: Ö-Ticket