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TUI rüstet kräftig auf

 

Die Kreuzfahrtanbieter kommen der Nachfrage kaum hinterher.

 

Das Geschäft mit Kreuzfahrten brummt. Das veranlasst die Reedereien zum Ausbau ihrer Flotten. Da der Bau eines Ozeankreuzers eine Weile dauert – und die Reedereien aufgrund der hohen Nachfrage gut ausgelastet sind – kommen die Anbieter bei der Aufstockung der Kapazitäten kaum mit dem Anstieg der Nachfrage mit.

Das gilt auch für TUI Cruises, der gemeinsamen Kreuzfahrttochter des Touristik-Riesen TUI und der US-Reederei Royal Caribbean Cruises. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde soeben ein siebentes Schiff für die Flotte der TUI Cruises-Flotte geordert. Es wird unter dem Namen „Mein Schiff 7“ firmieren. Gebaut wird es auf der finnischen Werft Meyer Turku Oy, wo derzeit zwei baugleiche Kreuzer hergestellt werden, die 2018 respektive 2019 in See stechen sollen.

 

Bredouille

Der ursprüngliche Zeitplan von TUI geht dennoch nicht ganz auf. Da das neue Schiff erst 2023 fertiggestellt wird und die zwei neuen Kähne nur als Ersatz für die ältesten Schiffe der Flotte angedacht waren, soll umdisponiert werden. Die über 20 Jahre alte „Mein Schiff 2“ wird vermutlich länger als geplant in der Flotte verbleiben, und nicht wie angedacht zur britischen Schwestergesellschaft Marella wechseln. Dafür, spekuliert die FAZ, könnte ein gebrauchtes Schiff einer anderen Reederei für Marella erworben werden.

Zugleich wird der Wettbewerb härter: Allein 2018 kommen 16 neue Kreuzfahrtschiffe im Wert von 8,4 Milliarden US-Dollar auf den Markt, berichtet das Fachmagazin Seatrade Cruise News, unter anderem das bis dato größte Schiff der Welt, die „Symphony of the Seas“ der Royal Caribbean Cruises mit einer Kapazität von 6.900 Urlaubern. Die neue „Aida Nova“ mit Platz für 6.600 Passagiere liegt nicht weit dahinter. Dagegen ist „Mein Schiff 7“ mit einer Kapazität von 2.900 Gästen und Kosten von rund 500 Millionen Euro geradezu überschaubar.

Bildcredit: TUI