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Hotelbuchungen kommen immer öfter von Plattformen.

 

3,2 Mrd. Euro geben Österreichs Unternehmen jährlich für Geschäftsreisen aus, davon entfallen 45 Prozent auf den Transport und 32 Prozent auf die Unterkunft. Der Rest verteilt sich auf Verpflegung (17 Prozent) und Sonstiges (sechs Prozent). Im Durchschnitt schlägt jede Geschäftsreise mit 376 Euro zu Buche oder 145 Euro pro Tag. Diese Zahlen gehen aus einer Studie der Austrian Business Travel Association (abta) hervor.

Mit den aktuellen Entwicklungen der Businessreisen beschäftigte sich das Travel Industry Club Breakfast gemeinsam mit Carlson Wagonlit Travel (CWT). Vor allem die Hotelbuchungen waren Thema. Laut Statistik Austria haben österreichische Geschäftsreisende im Jahr 2016 insgesamt 8,5 Mio. Reisen unternommen, wovon 3,9 Mio. Reisen auf mehrtägige Aufenthalte entfielen. Die heimischen Geschäftsreisenden nächtigen dabei 11,9 Mio. Mal, wobei Hotels mit 81 Prozent der Übernachtungen das größte Stück des Kuchens beanspruchen.

Doch die Hotelbuchungen unterliegen einem Wandel. Waren es in der Vergangenheit zum überwiegenden Anteil Direktbuchungen, so nehmen die "Online Travel Agent"-Buchungen stark zu. „Wir erleben einen rasanten und stetigen Wandel beim gesamten Prozess des Reisens, das betrifft sowohl die Buchungskanäle als auch das Angebot. Es geht alles in Richtung personalisierter Services“, so Irene Kothbauer von CWT.

Die Gründe für die Dynamik im Hotelbereich lägen unter anderem im digitalen Komfort, mit wenigen Klicks das beste Angebot zu buchen, in Bewertungsplattformen ebenso wie in spezialisierten Anbietern, die Firmenraten, Zahlungslösungen und Preisvergleiche in Sekundenschnelle anbieten. Neue Konzepte und Technologien wie Smart Hotels, e-beacon-Technologie-Apps werden für Services wie Check-in und Check-out, Schlüssel oder Bedienung des Fernsehers benutzt, flexible Zahlungsmodelle und eine Vielzahl von Bonusprogrammen heizen die Dynamik zusätzlich an.

Auch der Trend in der Hotellerie gehe in Richtung dynamischer Preise, was nicht immer ein Vorteil sei. Ein Mix aus fixen und dynamischen Raten, vor allem bei kleinen Volumina, sei eine Option, meinen Experten. Darüber hinaus gäbe es die Tendenz zu Mehrjahresverträgen. Auch Zusatzleistungen wie Minibar, WLAN, Garage und Co stünden immer stärker im Fokus bei Preisverhandlungen.

„Die Vielzahl an Angeboten und Einflussfaktoren für eine Hotelbuchung kann den Buchungsprozess sehr aufwendig und für das Unternehmen teuer gestalten. Es ist daher wichtig, den Unternehmen eine Plattform zur Verfügung zu stellen, die optimale Transparenz bietet“, erklärt Travel-Industry-Club-Präsident Harald Hafner. Zudem sollten Buchungen am besten über jedes Endgerät möglich sein.

 

pte
Bildcredit: fotodienst.at/Klaus Ranger