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v.l.: Sabine Toplak (Accor Hotels), Hanno Kirsch (abta), Angelika Ponecz (Falkensteiner Hotels Wien) & Petra Schneebauer (Bürgerservice BMEIA)

abta Travel Lounge: Warum sich Firmenreisende in Krisengebieten registrieren sollten. Und: Ein Heilmittel gegen den gefürchteten „Dark Spend“.

„Grenzen überwinden“ lautete das Motto der jüngsten abta Business Travel Lounge. Präsident Hanno Kirsch lud dazu gemeinsam mit Hausherrin Angelika Ponecz ins Hotel Falkensteiner in Wien Margareten und konnte Petra Schneebauer, Leiterin des Bürgerservice im BMEIA (Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres), als Rednerin begrüßen.
Das Bürgerservice im BMEIA veröffentlicht Reiseinfos für Touristen als unverbindliche Empfehlungen, bietet aber auch eine Reiseregistrierung. Reisende, die ihre Route bekanntgeben, werden im Ernstfall in dem betroffenen Gebiet rasch kontaktiert. Gemeinsam mit den Botschaften werden dann Hilfsmaßnahmen eingeleitet, die durch eine enge Zusammenarbeit mit Verteidigungs- und Innenministerium erleichtert werden. „Ein jederzeit startklares Einsatzteam samt Flieger in Wien haben wir nicht, aber ein initiatives Bereitschaftsteam an Ort und Stelle, wenn es irgendwo brennt", so Schneebauer, die eine Reiseregistrierung insbesondere auch für Geschäftsreisende empfiehlt.

Das Außenministerium spricht sich in Krisensituationen mit seinen EU-Partnern ab. Allerdings hat jedes Land eigene Reisewarnungen (in Österreich gelten sie derzeit für Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Mali, Mauretanien, Niger, Somalia, Südsudan, Syrien und die Zentralafrikanische Republik). Da Österreich seine Botschaften in besonders gefährlichen Gebieten, z.B. Libyen, aus Sicherheitsgründen geschlossen hat, kann das BMEIA dort auch keine unmittelbare Hilfe leisten. „Man kann nur versuchen, sich gut zu informieren und gefährliche Situationen zu vermeiden. Die Leute agieren letztlich immer in Eigenverantwortung", meint Schneebauer.

Travel Tech

Anschließend brachte Helmut Pilz (VP Business Development der Schweizer Technologie-Schmiede Umbrella AG) den Travel Managern seine aktuellen Schwerpunkte näher: Roboter, Crowdworking und Trip Library.
Bei einer Trip Library, so Pilz, werden alle aus verschiedenen Kanälen stammenden Buchungen strukturiert zusammengefasst und in einer Datenbank abgelegt. Diese Lösung bietet auch Hilfe gegen „Dark Spend“ – Ausgaben, die nicht kontrolliert werden können: Unter dem Motto "End Dark Spend" hat Umbrella eine Methode entwickelt, bei der (durch Interviews mit Reisestellen-Verantwortlichen und Geschäftsreisenden erworbene) Traveller Profile mit der Trip Library kombiniert werden. Damit lässt sich Dark Spend, wie Pilz versichert, weitgehend unter Kontrolle bringen.

16.05.2017 / red
Bildcredit: abta