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Alexander Sixt, Strategie-Vorstand des gleichnamigen Autovermieters

 

Autovermieter plant eigene Mobilitätsplattform.

 

Der Autovermieter Sixt hat erst vor kurzem seine Anteile am Carsharing-Angebot DriveNow verkauft. Wie Vorstandsmitglied Alexander Sixt dem Handelsblatt erklärte, sei das nur ein erster Schritt in der Verbreiterung des Mobilitätsangebots.

„Wir glauben, dass Carsharing nur ein Puzzleteil des gesamten Mobilitätsspektrums ist“, sagte Alexander Sixt dem Handelsblatt. „Ich gehe davon aus, dass im Mobilitätsmarkt der Zukunft aktuelle Produktangebote wie zum Beispiel Autovermietung, Ridehailing und eben Carsharing miteinander verschmelzen werden“, so der Strategie-Vorstand.

Sixt will deshalb kein neues Carsharing-Produkt auf den Markt bringen, sondern Wagen zur kurzfristigen Miete anbieten. Einen Chauffeur-Service bietet das Unternehmen unter der Marke MyDriver bereits an. Man könne sich auch vorstellen künftig Privat-PKWs zu vermieten.

 

Kritik an Uber

Den Fahrdienstvermittler Uber sieht Sixt nicht als Konkurrent. Er kritisiert aber deren Geschäftspraktiken, die aufgrund der niedrigen Einkommen der Fahrer zu Personalproblemen und hoher Fluktuation führen: „Mit den sinkenden Preisen gehen auch die Qualität und der Service in den Keller. Und am Ende verdient keiner mehr Geld.“

Die neuen Dienstleistungen möchte man aus dem Kapital durch den DriveNow-Verkauf finanzieren. Der spülte rund 200 Millionen Euro in die Kassa, das entspricht in etwa dem Jahresgewinn bei mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz. Insgesamt verfügt Sixt über eine Flotte von 215.800 Autos.

Bildcredit: Sixt