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Philip Newald war Initiator zur Gründung von motion4kids. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer der Österreichischen Sportwetten GmbH

 

Die Stiftung motion4kids fördert deshalb Sport- und Bewegungsprojekte für Kinder

 

Die Prämisse für die Arbeit der Stiftung motion4kids ist denkbar einfach: Wer sich bewegt, ist gesünder, lernt besser und hat die besseren Chancen. Die Organisation fördert Projekte, die Kindern auf spielerische und unterhaltsame Art Zugang zu ausreichend Bewegung und einer gesunden Lebensweise bieten. Auf diese Weise sollen gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Lebensgewohnheiten wie den steigenden Konsum von Junk Food und zu wenig körperliche Bewegung verhindert werden. ExtraDienst hat Initiator und Stiftungsvorstand Philip Newald zum Blitzinterview gebeten.

 

Blitzinterview

ExtraDienst: Herr Newald, Sie sind eine der treibenden Kräfte hinter der Stiftung. Welches Ziel steckt hinter der Gründung von motion4kids?

Philip Newald: Unser Ziel ist es, Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren zu Bewegung zu animieren. Dazu wollen wir digitale Hilfsmittel nutzen und möglichst modern auftreten. Aktive Bewegung soll cool sein. Das heißt, wir setzen auf YouTube und soziale Medien und arbeiten mit Influencern zusammen. Langfristig wollen wir den Anteil der Kinder, die zumindest eine Stunde täglich Sport machen von derzeit 28 Prozent bis 2030 auf über 50 Prozent steigern.

ED: Das ist ein ambitioniertes Ziel. Welche konkreten Maßnahmen setzen Sie? Was macht motion4kids anders als bisherige Organisationen?

Newald: Da muss ich ein wenig ausholen. Wir wollten nicht sofort zum Bund rennen und um Geld betteln, sondern haben uns zunächst die Lage in anderen Ländern angesehen. In Deutschland gibt es dutzende Sportstiftungen, die Projekte für Kinder fördern, in Österreich bis zur Gründung von motion4kids hingegen keine einzige. Das liegt daran, dass Spenden für solche Stiftungen hierzulande nicht steuerlich absetzbar sind.

Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren einen Weg gefunden, dieses Problem zu umgehen. Bei motion4kids verstehen wir Bewegung als Basis für Bildung und können das auch mit diversen Gutachten und Studien belegen. Durch den Bildungsaspekt werden Spenden also steuerlich absetzbar.

ED: Gibt es schon Projekte in Planung?

Newald: motion4kids führt selbst keine Projekte durch. Wir agieren rein als Vermittler zwischen Geldgebern und Veranstaltern, um die Kraft kreativer Menschen und Kapital aus der Privatwirtschaft möglichst effizient zusammenzuführen. Derzeit läuft ein Call für Projekteinreichungen. Der läuft bis Ende Juli. Im September wird dann entschieden, wie die ersten 100.000 Euro, die wir zur Verfügung haben, verteilt werden.

Wir wollen Projekte fördern, die Kinder auf möglichst innovative Weise in ihrem digitalen Umfeld abholen und sie zu aktiver Bewegung in der Natur animieren. Dabei kann es sich um ein interaktives Brettspiel handeln oder um „Räuber und Gendarm 2.0“, wo dann etwa mit Geocaching gearbeitet wird.

Bildcredit: Anna Stöcher