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Nach Urteil des EuGh darf Uber in Europa wie ein Taxi-Unternehmen reguliert werden.

 

Versucht man das Geschäftsmodell von Uber zu erklären, dann klingt das in etwa so: Über eine Smartphone-App gibt ein Fahrgast seinen Abhol- und Zielort bekannt und wird dann an einen Fahrer vermittelt, der ihn befördert. Der Fahrpreis wird über die App verbucht und von der Kreditkarte des Gasts abgebucht.

Wer Uber nicht kennt, den erinnert diese Beschreibung vermutlich an das Geschäftsmodell herkömmlicher Taxi-Unternehmen mit erweitertem digitalen Serviceangebot. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) sieht das offenbar ähnlich, denn in einem Urteil vom Mittwoch hat er entschieden, dass Uber mit klassischen Taxi-Diensten gleichgestellt wird.

 

Uber beschwert sich

Taxi-Unternehmen haben schon seit langem gefordert, dass Uber den gleichen, strengen Regulierungen unterliegen muss, wie normale Taxi-Dienste. Das Urteil des EuGH gibt den Regierungen der EU-Staaten nun den Freiraum, Uber zu behandeln wie jedesn anderen Verkehrsdienstleister.

Beim US-Konzern sieht man das freilich ganz anders. Man sei kein Beförderungs-, sondern ein Technologieunternehmen. Ubers „Produkt“ sei die App, die private Fahrer mit Fahrgästen verbindet. Diese Fahrer seien jedoch keine Taxifahrer, sondern vergleichbar mit persönlichen Chauffeuren. Alle rechtlichen Tricks und Argumentationen konnten Uber aber nicht vor dem Urteil des EuGH bewahren.

Bildcredit: Adobe Stock