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Versinkt im Müll: Mallorca

 

Mallorca ohne Plastik.

 

Die beliebte spanische Ferieninsel versucht der Müllberge Herr zu werden. Mit einem neuen Abfallgesetz wird Plastikmüll der Kampf angesagt: vom Plastiksackerl im Supermarkt über die Plastikflasche im Hotel bis zur Kaffeekapsel.

Die örtlichen Behörden sehen sich aufgrund der stetig steigenden Touristenmassen zu diesem Schritt gezwungen, denn große Mengen des Abfalls auf der Baleareninsel landen schlussendlich im Meer. Mit einem verdreckten Sandstrand ist schlecht Touristen locken, deshalb geht die Inselregierung künftig rigoros gegen Schmutzfinken vor – mit Strafen von 300 bis 1,75 Millionen Euro.

Der Großteil des Plastikmülls entfällt auf Mallorca, die größte der Baleareninsel, aber auch Ibiza, Menorca und Formentera werden von der neuen Regelung betroffen sein. Von der Gesetzesänderung erhofft sich die Regierung eine Senkung der Müllproduktion um 10 Prozent bis 2020.

 

Änderungen im Detail

Ab 2019 sollen Einwegflaschen aus allen Hotels und Gaststätten verbannt werden. Stattdessen werden Lokale dazu gezwungen kostenloses Leitungswasser anzubieten. Andere Einweg-Plastikprodukte sollen durch kompostierbare Alternativen ersetzt werden: Einwegrasierer, Wattestäbchen, Lutscherstängel, Feuchttücher und Kaffeekapseln sind gleichermaßen im Visier der Regierung.

„Es kommt natürlich darauf an, dass die Vorgaben auch rigoros umgesetzt werden. Dass aber so viel Wert auf die Prävention von Müllproduktion gelegt wird, kommt einer unserer zentralen Forderungen nach“, sagt Margalida Ramis, die Sprecherin des Umweltschutzverbandes „Gob“. Vielleicht darf sich Mallorca dann künftig über neue Touristen freuen, die aufgrund der grünen Note kommen.

Bildcredit: Pixabay