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Österreich, nicht Deutschland, ist für Insolvenzverfahren zuständig.

 

Nach langem Tauziehen schien der Verkauf der Fluglinie Niki an die britisch-spanische IAG (Biritsh airways, Iberia, Vueling) endlich fixiert. Nun schickt das Landgericht Berlin die Beteiligten am Deal gewissermaßen zurück an den Start: Denn es entschied, dass das Insolvenzverfahren in Österreich von einem erst zu bestimmenden österreichischen Masseverwalter abgewickelt werden muss. Der Spruch gibt damit einer Beschwerde des auf Fluggastrechte spezialisierten Portals FairPlane statt. Grob vereinfacht stützt sich die Argumentation auf die Tatsache, dass Niki, wiewohl Tochter der insolventen Air Berlin, große Teile seiner Geschäftstätigkeit  in Österreich abwickle. Auch die Start- und Landerechte werden vom österreichischen Infrastrukturministerium vergeben.

Zwar bedeutet der – obendrein noch nicht rechtskräftige – Entscheid des Berliner Gerichts nicht notwendigerweise ein Scheitern der Übernahme durch die IAG – die bereits ausrichten ließ, am Kauf festhalten zu wollen –, sehr wohl aber eine Verzögerung und weitere Ungewissheit um rund 1.000 Niki-Mitarbeiter.

 

Bildcredit: Niki