Skip to content. | Skip to navigation

 

Laut Kurier: Reiseveranstalter will Geld und moniert Überschuldung.

 

Gegen Niki, die österreichische Tochter der insolventen Air Berlin, hat ein (namentlich nicht genannter) Reiseveranstalter einen Konkursantrag beim Landesgericht Korneuburg eingebracht. Das meldete der Kurier gestern zunächst in seiner Online- und heute in seiner Print-Ausgabe. Es geht vordergründig um ausständige Zahlungen in der vermeintlich eher harmlosen Höhe von 116.931 Euro.

Der wahre Grund ist aber die Überschuldung der Fluglinie: In der Zwischenbilanz von Ende Juli ist eine Forderung von Niki an die Mutter Air Berlin in der Höhe von 69 Millionen Euro verzeichnet. Dabei handelt es sich um das Geld aus Ticketverkäufen, das Air Berlin einbehalten hat.

Wertberichtigt ergebe sich bei Niki nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen Air Berlin eine Überschuldung von mindestens 46,4 Millionen. Zudem sei die Fluglinie auch Forderungen der Wartungsfirma SR Technics nicht nachgekommen.

Laut Kurier ist nun der Konkursrichter am Zug. Hält er den Konkursantrag für plausibel, müsste er einen Termin ansetzen und die Niki-Geschäftsführung zur Lage der Airline Stellung beziehen. Das kann dauern. Und das könnte den engen Zeitplan für die Übernahme der Air Berlin – bekanntlich soll am 25. September die Entscheidung fallen, welcher Interessent den Zuschlag bekommt – durcheinanderbringen.

Bildcredit: Archiv