Skip to content. | Skip to navigation

Das Aus von Air Berlin macht kurzfristige Änderungen am Winterflugplan der Lufthansa Group nötig. 700.000 zusätzliche Sitzplätze auf innerdeutschen Flügen im Zeitraum von September 2017 bis März 2018 sollen eine erste Entlastung bringen. Besonders die ehemaligen Air Berlin-Hubs Berlin-Tegel und Düsseldorf hatten seit dem Ende von Air Berlin mit einem Frequenzrückgang zu kämpfen.

Die meisten der zusätzlichen Flüge betreffen ebendiese zwei Flughäfen. Zwischen Frankfurt und Berlin-Tegel wird die Lufthansa Jumbojets des Typs Boeing 747-400 einsetzen, außerdem wird es diesen Winter rund 100 zusätzliche Flüge ab München nach Berlin-Tegel, Hamburg, Düsseldorf und Köln geben.

Neben der Lufthansa, erhöhen auch Austrian Airlines und Swiss ihre Frequenzen. Austrian bietet nun pro Woche je 14 zusätzliche Frequenzen zwischen Wien und Berlin-Tegel sowie Wien und Düsseldorf an. Swiss bietet 21 zusätzliche Frequenzen zwischen Zürich und Berlin-Tegel sowie 15 zusätzliche Frequenzen zwischen Zürich und Düsseldorf an. Zusätzlich gibt es zwei neue Langstreckenziele. Seit November verbindet Lufthansa fünfmal wöchentlich Berlin mit New York und dreimal wöchentlich Düsseldorf mit Miami.

Die Lufthansa Group hat ihre Kapazitäten um insgesamt 25 Prozent aufgestockt, damit sind 25 Prozent der ehemaligen Air Berlin-Kapazität wiederhergestellt. Mit den kurzfristigen Änderungen im Flugplan kann Lufthansa darauf hoffen, das vom Ende der Air Berlin verursachte Vakuum aufzufüllen, bevor sich dort andere Mitbewerber breit machen. Der britische Billigflieger Easyjet wird seine Frequenzen laut eigenen Angaben erst kommenden Sommer komplett aufstocken können.

Wie konnte die Lufthansa Group so schnell reagieren? Um die Kapazitätserhöhung zu bewältigen kommen neue Flugzeuge zum Einsatz, außerdem wurden Einsatzreserven reaktiviert und Maschinen anderer Airlines samt Crew geleast.

Bildcredit: Pixabay