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Die deutschen Flughäfen (hier deren größter Frankfurt) verzeichnen Passagierzuwächse, aber der Flughafenverband sieht keinen Grund zum Jubeln

 

Für den deutschen Flughafenverband ADV sind die Wachstumsraten indes „unzureichend“.

 

An deutschen Flughäfen sind 2016 um 3,4 Prozent mehr Passagiere abgeflogen und gelandet als 2015, wie der Flughafenverband ADV mitgeteilt hat. Innerhalb der letzten drei Jahre ist die Passagierzahl um jährlich sechs Millionen angestiegen. Auch bei der Luftfracht ist für 2016 ein Zuwachs um 3,4 Prozent zu verzeichnen.

Die Zahl der Starts und Landungen wuchs den ADV-Angaben zufolge um zwei Prozent. Der größte Wachstumsfaktor sei erneut der Europa-Verkehr gewesen – hier stieg die Zahl der Reisenden um 4,6 Prozent. Dabei hätten besonders ausländische Billigflieger mehr Passagiere von und zu deutschen Flughäfen gebracht.

Angestiegen ist auch das Passagiersaufkommen im innerdeutschen Verkehr (2,8 Prozent). Ein leichter Rückgang um 0,2 Prozent ist dagegen auf der Langstrecke festzustellen.

Dem Passagierplus zum Trotz beurteilt der Verband die 2016er-Bilanz keineswegs besonders positiv. Die 3,4 Prozent mehr Passagiere seien im Vergleich zu den Wachstumsraten im europäischen Ausland „unzureichend“. Zum fünften Mal in Folge falle die Steigerung in Deutschland geringer aus als im europäischen Durchschnitt. Problematisch seien auch der Rückgang der Langstrecken-Passagiere und die sinkenden Marktanteile deutscher Fluggesellschaften.

Der Verband forderte Politik und Behörden zum Handeln auf. Kapazitätsengpässe an den Flughäfen müssten beseitigt werden. Außerdem hätten die einheimischen Fluglinien „durch Steuern und Regulierungen Mühlsteine um den Hals“. Gleichzeitig werde der Markt gegenüber Airlines aus Drittstaaten abgeschottet. All das sei weder für den Luftverkehr noch den Wirtschaftsstandort Deutschland hilfreich.

 

08.02. 2017 / red

 

 

 

Bildcredit: Archiv