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Billigairline Ryanair erkennt Gewerkschaften an.

 

Das hat es in der Geschichte von Ryanair noch nicht gegeben. Erstmals in seiner 32-jährigen Geschichte will die irische Fluggesellschaft mit Gewerkschaften verhandeln. Ryanair reagiert damit auf Streikankündigungen der Piloten-Gewerkschaften in zahlreichen europäischen Ländern.

Bisher war man bei ähnlichen Vorkommnissen immer hart geblieben. Nun scheint Ryanair die Sache aber zu brenzlig geworden zu sein. Die Reaktion zeigte auf jeden Fall bereits Wirkung: die italienische Piloten-Gewerkschaft ANPAC sagte ihren für heute Nachmittag geplanten Streik ab. Die kleinere Gewerkschaft FIT-CISL, die Kabinen- und Bodenpersonal vertritt, hielt jedoch an ihren Plänen fest.

Wie es mit den angekündigten Streiks für 20. Dezember in Portugal und Deutschland weitergeht, ist noch nicht bekannt. Ryanair hat jedoch Vertreter zu Gesprächen geladen, um möglichst schnell eine Einigung zu erzielen.

Bisher hatte die irische Billigfluglinie nicht mit Gewerkschaften verhandelt, sondern an den 87 verschiedenen Standorten mit Mitarbeiterausschüssen verhandelt. Dafür gab es schon seit Jahren Kritik von Gewerkschaften. Nun könnte es bei Europas größter Fluggesellschaft zu einem Paradigmenwechsel kommen. Ryanair-Mitarbeiter erhoffen sich marktgerechte Arbeits-und Vergütungsbedingungen.

Bildcredit: Adobe Stock