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Nur mehr mit Lufthansa und Easyjet wird wegen Übernahme verhandelt.

 

Im Sport würde man es einen Favoritensieg nennen: Das Rennen um die insolvente Air Berlin machen Lufthansa und Easyjet. Nur mit diesen zwei Bietern werde noch verhandelt, wurde am Montag nach der Aufsichtsratssitzung verlautbart. Bis zum 12. Oktober soll alles in trockenen Tüchern sein; allerdings warnen Experten, real könne die Übernahme bis Jahresende dauern. Vielleicht auch noch länger, falls abgewiesene Bewerber vor Gericht gehen. 

Einer, der diese Option zumindest nicht ausschließt, ist Niki Lauda, der zusammen mit Thomas Cook und Condor mit 130 Millionen um Air Berlin mitgeboten hatte. „Ob ich mir das antun werde, muss ich noch prüfen“, sagt er im Interview mit der Zeitung Österreich.

Klagen könnten insofern kritisch werden, als der Air Berlin dann die finanziellen Grundlagen ausgehen könnten, den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten. Gelingt das nicht, droht der Verlust von Start- und Landerechten. Und um die geht es eigentlich bei dem Deal. Schon jetzt hält die Air Berlin nur mehr eine staatliche Überbrückungshilfe von 150 Millionen Euro in der Luft. Zudem bedarf die Übernahme des Sanktus der EU-Wettbewerbsbehörde.

Easyjet will an die 30 Flugzeuge, vor allem jene von und nach Berlin. Lufthansa will die 30 Flieger der AB-Tochter Niki plus die dazugehörigen Start- du Landerechte, und dazu 13 weitere Maschinen aus der Flotte sowie die Regionallinie LGW. Der Kaufpreis wurde offiziell nicht genannt, liegt aber laut Insidern bei 200 Millionen Euro.

 

Bildcredit: Air Berlin Group