Final Destination

 

Jeder weiß es, kaum einer glaubt's: Am 21.12.2012 geht die Welt unter. Findige Marketer schlagen daraus geschickt Profit. Auch im Tourismus. Und sollte die Nachfrage nach Reisen ans Ende aller Tage doch nicht so groß sein wie erhofft: Macht nichts. Kommt eh der Komet.

 

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Arbeitsklima im Tourismus ist nicht zufriedenstellend

Der Arbeitsklimaindex Tourismus zeigt auf, dass die Beschäftigten immer unzufriedener werden. Jetzt werden Maßnahmen gefordert.


Während die heimische Hotellerie wegen guter Umsätze schon wieder in Feierlaune ist, herrscht bei den ArbeitnehmerInnen der Branche keinerlei Jubelstimmung. Die gesamtwirtschaftliche Zukunft wird zwar eher positiv gesehen, und viele ArbeitnehmerInnen haben den Eindruck, dass es den Betrieben nun besser geht. An der eigenen Arbeitssituation hat sich jedoch nichts verbessert, so das subjektive Empfinden der Beschäftigten.

 

Die Unzufriedenheit steigt sogar weiterhin dramatisch an, wie die aktuelle Sonderauswertung des Arbeitsklimaindex für den Tourismus zeigt, die im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich vom Institut für Empirische Sozialforschung (IFES) erstellt wird. Ein großer Kritikpunkt ist etwa der Zeitdruck, unter dem die ArbeitnehmerInnen der Branche leiden. Die Anzahl derer, sie sich als stark belastet oder belastet einstufen, ist im Tourismus signifikant höher als in anderen Branchen. „Zeitlicher Stress im Tourismus ist kein Managerproblem, sondern ein Beschäftigtenproblem“, konstatiert Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida dazu am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Die knappe Personalausstattung und die Sparpläne der Betriebe in der Krise führen dazu, dass die einzelnen ArbeitnehmerInnen unter größerem Druck stehen.

 

Großteil der Beschäftigten findet kaum ein Auskommen mit dem Einkommen

Als besonders alarmierend kann das Ergebnis bei der Frage nach der Existenzsicherung durch das Einkommen gewertet werden. Mehr als die Hälfte der Befragten kommen nur schlecht bis gar nicht mit ihrem Einkommen aus. Sie müssen dieses finanzielle Manko durch Zuwendungen von (Ehe-)PartnerInnen, Eltern oder Großeltern kompensieren, um halbwegs über die Runden zu kommen. Groß ist auch die Unzufriedenheit mit den Weiterbildungsmöglichkeiten in der Branche. Von einem bereits niedrigen Niveau geht die Zufriedenheit noch einmal stark zurück. „Den ArbeitnehmerInnen wird von den Betrieben keine Perspektive geboten. Kein Wunder, dass auch die Erwartungen in Hinblick auf die eigene Karriere im Tourismus auf niedrigem Niveau stagnieren“, kritisiert Kaske. Die Bindung zum Unternehmen ist dementsprechend gering. Die Flucht aus der Branche ist oft die einzige Alternative, die ArbeitnehmerInnen sehen. „Daher müssen rasch Maßnahmen ergriffen werden, um diesem Trend entgegenzusteuern“, fordert Kaske.

 

„Eine reine Imagekampagne ist sicherlich zu wenig, professionelle Maßnahmen sind gefragt“, weiß Kaske. Daher lädt der vida-Vorsitzende die Tourismuswirtschaft ein, schon heute mit der Gewerkschaft darüber nachzudenken, wie MitarbeiterInnen künftig an die Branche und an ihren Beruf gebunden werden können. Im Herbst 2010 wird der vierte Arbeitsmarktgipfel der Sozialpartner zur Zukunft der Beschäftigung im Tourismus stattfinden. Denn in Hinblick auf die demografische Entwicklung ist es unumgänglich, daran zu arbeiten, die Arbeitsbedingungen im Tourismus zu verbessern. Die Angebote an Ausbildung und Qualifizierung sind neben einer fairen Entlohnung die wichtigsten Eckpfeiler für eine konkurrenzfähige Branche. Denn: „Wenn es sich für die Beschäftigten lohnt, wird der Tourismus auch wieder attraktiv sein“, so Kaske abschließend.

 

Mehr Infos zur IFES-Sonderauswertung Arbeitsklimaindex Tourismus auf: www.vida.at

 

 

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